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Teltow-Fläming Rettungswagen in Klausdorf stationiert
Lokales Teltow-Fläming Rettungswagen in Klausdorf stationiert
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00:28 07.11.2015
Ein Wagen der Rettungswache Zossen steht jetzt in Klausdorf, um die Hilfsfristen in der Gemeinde Am Mellensee besser einzuhalten. Quelle: Frank Pechhold
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Klausdorf

Einer von zwei Wagen der Rettungswache Zossen ist seit Monatsbeginn in Klausdorf stationiert. Damit soll erreicht werden, dass die gesetzlichen Hilfsfristen bei Rettungseinsätzen in der Gemeinde Am Mellensee besser eingehalten werden als bisher.

„Laut einem Gutachten wurden die Hilfsfristen viel zu oft überschritten“, sagte Ronny Beyer, Leiter der Rettungsdienst Teltow-Fläming GmbH, am Mittwoch bei einem Vor-Ort-Termin. Die Hilfsfrist beträgt 15 Minuten und beginnt dann, wenn der Disponent in der Rettungsleitstelle den Hörer abnimmt. Sie endet, wenn Notarzt und Rettungswagen eintreffen. Analysen ergaben, dass die Retter 2014 in der Gemeinde Am Mellensee bei 20 Prozent der 539 gefahrenen Einsätze deutlich mehr als eine Viertelstunde bis zum Notfallort brauchten. Ähnlich schlecht sah es bei den rund 500 bis Ende Oktober 2015 gefahrenen  Einsätzen aus. „Das lag vor allem daran, dass die Gemeinde bisher von der Wache in Zossen versorgt wurde“, so Rettungsdienstleiter Beyer. Weil die Wagen oft an beschrankten Bahnübergängen Zwangspausen einlegen mussten, kamen sie vielfach zu spät. „Aus diesem Grund haben uns die Gutachter empfohlen, eine Tageswache in Klausdorf einzurichten“, so Beyer.

Vermieter Mario Hansche, Ronny Beyer, Standortleiter David Wörpel und Holger Lademann, Beigeordneter der Landrätin (v. l.). Quelle: Frank Pechhold

Rein zufällig befindet sich an dem von den Gutachtern empfohlenen Standort für die Tageswache der von Mario Hansche betriebene kleine Gewerbehof. Hansche erklärte sich bereit, zwei Räume mit Küche und Toilette für die Retter zur Verfügung zu stellen und einen Carport für das Einsatzfahrzeug zu bauen. Die Rettungsdienst Teltow-Fläming GmbH mietete das Objekt an. Nun steht dort ein Wagen der Zossener Wache von 7.30 bis 18.30 Uhr für Einsätze bereit. „Das ist genau der Zeitraum, in dem laut Gutachten die meisten Hilfsfristüberschreitungen angefallen sind“, sagt Beyer. Nachts wird der Wagen wie bisher von der Zossener Wache aus eingesetzt, in der einschließlich des neuen Standortes Klausdorf insgesamt 23 Retter Dienst tun.

Aktuell beschäftigt die Rettungsdienst Teltow-Fläming GmbH 160 Mitarbeiter und drei Praktikanten. „Dieses Jahr haben unsere Retter schon 24 000 Einsätze gefahren. Das sind etwa genau so viele wie im ganzen Vorjahr“, so Beyer. Die Mehrzahl der Einsätze sei in Dahlewitz, Ludwigsfelde, Zossen, Luckenwalde angefallen.

Rettungswachen gibt es zurzeit in Mahlow, Ludwigsfelde, Trebbin, Zossen/Klausdorf, Luckenwalde, Baruth, Jüterbog, Dahme und Petkus. Beyer zufolge sei geplant, Wachen zu verlegen oder zu bauen, um Rettungswege und damit auch die Hilfsfristen weiter zu verkürzen. Im Gespräch sei, die Mahlower Wache auf ein Grundstück am Kreisverkehr neben der Dahlewitzer Feuerwache zu verlagern. Weiter soll die Petkuser Wache in Richtung Werbig verlegt werden. Neben dem Krankenhaus Ludwigsfelde wird eine neue Wache gebaut.

Von Frank Pechhold

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