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Rettungswagen unterwegs in die Mongolei

Baruth Rettungswagen unterwegs in die Mongolei

Jetzt sind sie unterwegs: Drei in Deutschland ausrangierte Rettungsfahrzeuge werden in einem Konvoi in elf Tagen von Baruth in die Partnerstadt Murun in der Mongolei gebracht. Mit dabei ist Baruths Bürgermeister Peter Ilk. Die Route führt über Polen, Litauen und Russland in die Mongolei.

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Stadtverordnetenvorsteher Lutz Möbus (r.) überreichte den Teilnehmern zum Abschied Baruther Kaffeepötte.

Quelle: Andreas Staindl

Baruth. Baruths Bürgermeister Peter Ilk (parteilos) ist auf dem Weg in die Mongolei. Nicht mit dem Flieger, sondern dem Auto. Der Verwaltungschef und fünf weitere Teilnehmer überführen drei ausrangierte Rettungsfahrzeuge in die mehr als 9000 Kilometer entfernte Mongolei. Die Fahrzeuge sind eine Spende für die Partnerstadt Murun.

Genug Klopapier an Bord

Der Tross ist am Samstagvormittag vor dem Verwaltungsgebäude in Baruth gestartet. Mitarbeiter, Angehörige und Freunde hatten die Abenteurer verabschiedet. Drei Fahrzeuge, sechs Fahrer. Ronny Rohland aus Ludwigsfelde ist einer von ihnen. Warum er mitmacht? „Eine solche Gelegenheit gibt es nur ein Mal. Ich bin heiß auf die Reise.“ Respekt hat er vor der russischen Grenze und den hygienischen Bedingungen unterwegs. Klopapier zumindest ist mit an Bord. Damit das auch wirklich reicht, hat Daniela Leow zum Abschied noch weitere Rollen draufgepackt.

Abfahrt in Baruth

Abfahrt in Baruth.

Quelle: Andreas Staindl

Die Mitarbeiterin der Verwaltung und ihr Mann Lutz haben ein Transparent gebastelt. „Gute Fahrt“ steht darauf, und „eine gesunde Rückkehr“. Neben Klorollen waren auch ein paar Schnäpschen und Würstchen befestigt – „für den Ernstfall“. Peter Ilk schnappt sich eine Schere und schneidet die Verpflegung ab. Bevor Ronny Rohland loslegen kann, ist der Bürgermeister fast fertig, was nicht ohne Reaktion bleibt: „Jetzt klaut der Bürgermeister schon die Würste.“

Übersetzer aus der Ukraine

Die Stimmung ist ausgelassen, und dennoch ist eine gewisse Anspannung zu spüren. „Die Fahrt wird ein großes Abenteuer“, sagt der Baruther Klaus Vetter. „Vor allem Russland ist für mich ein Fragezeichen. Ich bin sehr gespannt, was uns unterwegs erwartet.“

Pjotre Todanicki ist ein weiterer Fahrer. Der Ukrainer betreibt ein Unternehmen in Baruth. Er ist als Übersetzer dabei, soll zudem helfen, wenn es an den Grenzen Probleme gibt. „Ich habe da so meine Erfahrungen.“ Mit Delgerbayar Enchbold ist auch ein Mongole an Bord. Andreas Kimmel aus Berlin steigt unterwegs noch zu. Alle Teilnehmer haben Urlaub genommen. Die Kosten für die Reise trägt jeder selbst, wie Peter Ilk sagt, auch die Hotelübernachtungen. Einzig den Sprit finanzieren Sponsoren.

Zum Abschied einen „Baruther Kaffeepott“

Baruths Stadtverordnetenvorsteher Lutz Möbus (CDU) hat die Truppe verabschiedet und jedem Teilnehmer einen „Baruther Kaffeepott“ überreicht – „für die tägliche Erinnerung an die Heimat“. Baruth, Polen, Litauen, Moskau, vorbei am Baikalsee weiter in die Mongolei. Täglich zwischen 650 und 1000 Kilometer. In elf Tagen wollen die Abenteurer in Murun sein. Der Rückflug ist für den 3.August geplant. Mit dabei sind dann mongolische Freunde aus der Partnerstadt, so Lutz Möbus: „Das Programm für den einwöchigen Aufenthalt bei uns steht schon.“ Bis dahin liegen noch einige Abenteuer vor den Fahrern der Rettungsfahrzeuge.

Touren-Berichte auf Facebook

Wer die Reise nach Murun verfolgen möchte, kann das auf der Facebook-Seite „Mit Blaulicht in die Mongolei“ tun. Dort war am Sonntag bereits von den Schwierigkeiten der ersten Etappen zu lesen. So waren die gebuchten Zimmer in einem polnischen Hotel leider schon weitervermietet worden. Auch ein kurzer Werkstatt-Stopp war nötig.

Nach 1000 Kilometer kam der Tross am Sonntag in Kaunas (Litauen) an. „Unser kleiner Krankenwagen schlägt sich so tapfer, dass wir beschlossen haben, ihm einen Namen zu geben“, schreiben die Fahrer. Vorschläge nehmen sie nun gern entgegen.

Von Andreas Staindl

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