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Teltow-Fläming Revierchef startet Richtung Kaukasus
Lokales Teltow-Fläming Revierchef startet Richtung Kaukasus
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02:22 05.03.2018
Die Polizeibeamten Sven Wagner (r.) und Rolf Mauersberger. Quelle: Foto: Abromeit
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Ludwigsfelde

Bevor er 50 wird, will er einen seiner Träume nicht nur geträumt, sondern erlebt haben. Das sagt Polizeihauptkommissar Sven Wagner, seit acht Jahren Revierleiter der Polizei in Ludwigsfelde. Anfang kommender Woche startet der gerade noch 48-Jährige gemeinsam mit einem Freund, einem Kollegen vom Zentraldienst der Polizei in Wünsdorf.

Wagners Traum ist, nicht nur vier Wochen Urlaub mit einem exotischen Reiseziel zu machen, sondern sich für ein ganzes Jahr auszuklinken aus dem bisherigen Alltag mit Blaulicht-Hektik und Dutzenden Informationskanälen, mit Berichten, Koordination zwischen Kollegen, Vorgesetzten und Behörden sowie einem Berg Verantwortung. Er sagt: „Ich wollte einfach nicht warten bis zum Ruhestand, von dem gerade in unserem Job sowieso niemand weiß, ob und in welchem Zustand man den erlebt.“

Polizeieinsatz bei einer Demo auf dem Rathausplatz Ludwigsfelde Quelle: Jutta Abromeit

Sehnsucht nach Abenteuer beim Blick auf die Berge

Dieser Traum wurde bei jedem von Wagners privaten Hilfstouren nach Rumänien konkreter. Seit 1990 begleitet er von einer christlichen Gemeinde organisierte Transporte, fährt mit anderen Helfern in Deutschland ausrangierte und gesammelte, aber dort in Osteuropa dringend benötigte Dinge in die Karpaten. „Immer, wenn wir dort waren und erlebt haben, wie einfach sich das Leben teilweise abspielt, dann haben wir wieder gewusst, wie gut es uns hier geht. Und haben manchmal am Lagerfeuer beim Blick auf die Berge gesagt: Das müsste man mal länger machen...“

Nur seine Frau und Freunde werden wissen, wo er ist

Aus diesem „Man müsste mal“ wurde das Sabbatical. Über Jahre sparte der Polizeibeamte Arbeitszeit  – das heißt: Er arbeitete voll, bekam aber nicht die kompletten Bezüge ausgezahlt. Plus Urlaubstage kann er nun starten. Doch es geht nicht in die Karpaten, sondern Richtung Kaukasus. Nach seinem bisher extrem durchgetakteten Berufsalltag und familiären Pflichten will sich Wagner für den luxuriös langen bevorstehenden Freiraum gar nicht genau festlegen: „Einfach Richtung Osten. Kaukasus, Baikalsee, Mongolei, Kasachstan. Vielleicht weiter zur Seidenstraße  – mal seh’n.“ Nur seine Frau und enge Freunde werden in den kommenden Monaten wissen, wo genau die beiden Männer mit ihrem 30 Jahre alten Mercedes gerade unterwegs sind.

Wahrscheinlich bestimmt warmes Wetter die Route

Dieses „extrem geländegängige Fahrzeug“, wie Wagner es nennt, haben sie zu einem Wohnmobil umgebaut. Und er sagt beim Blick aus dem Fenster aufs tiefgefrorene Brandenburg: „Eine konkrete Route haben wir tatsächlich nicht festgelegt. Am wahrscheinlichsten ist, dass wir immer dem warmen Wetter hinterher fahren.“

Nach Jahrzehnten hat ein Provisorium ein Ende - Polizisten und Kriminalisten des Reviers Ludwigsfelde ziehen endlich aus ihrem maroden Domizil in die Neue Mitte von Ludwigsfelde Quelle: Jutta Abromeit

Seine Kollegen im neuen Reviergebäude an der Potsdamer Straße in Ludwigsfelde wissen seit längerem, dass es ihren Chef in die Ferne zieht . Die mehr als zwei Dutzend Beamten im Wachdienst, zwölf Revierpolizisten, dazu Kriminalisten und Polizisten im Verkehrsdienst erleben nun für ein Jahr einen Vertreter: Polizeihauptkommissar Rolf Mauersberger.

Vertreter wünscht vor allem: aufgetankt zurückkommen

Der 43-Jährige räumt für diese Zeit seinen Arbeitsplatz in der Kreisstadt Luckenwalde und sagt: „Das ist für uns alle was Neues, aber das Gesetz gibt es her.“ Er wünscht seinem Kollegen nicht nur tolle Erlebnisse und gute Reise, sondern auch: „Dass er vor allem wieder richtig aufgetankt zurückkommt.“

Von Jutta Abromeit

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