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Teltow-Fläming Revision gegen mildes Brandstifter-Urteil
Lokales Teltow-Fläming Revision gegen mildes Brandstifter-Urteil
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00:20 27.11.2017
Chris P. aus Jüterbog mit Anwalt Torsten Kauer vor dem Landgericht Potsdam Quelle: Peter Degener
Jüterbog/Potsdam

Die Potsdamer Staatsanwaltschaft will Revision gegen die Bewährungsstrafe für den Jüterboger Brandstifter Chris P. (21) einlegen. Das bestätigte Staatsanwalt Christoph Lange auf Nachfrage der MAZ am Freitag.

Chris P. war am Donnerstag vom Landgericht Potsdam zu zwei Jahren Jugendstrafe verurteilt worden, die auf fünf Jahre Bewährung ausgesetzt worden waren, weil er im Oktober 2016 ein bewohntes Flüchtlingsheim in Jüterbog anstecken wollte. Er wurde wegen versuchten Mord und versuchter schwerer Brandstiftung für schuldig befunden.

Bundesgerichtshof überprüft mildes Strafmaß

„Wir werden beim Bundesgerichtshof Revision gegen das Urteil einlegen und uns dabei aller Voraussicht nach auf das Strafmaß beschränken“, sagte Lange. Damit würde der Bundesgerichtshof nur darüber befinden, ob das Strafmaß auch angemessen zu den im Urteil festgestellten Sachverhalten ist. Die Staatsanwaltschaft hatte viereinhalb Jahre Haft für den geständigen Täter gefordert.

Im Plädoyer hatte die verantwortliche Staatsanwältin ausgeführt, dass Chris P. nicht nur einfacher Mittäter gewesen sei, sondern entscheidende Tatbeiträge geleistet habe und ein verfestigtes rechtsextremes und ausländerfeindliches Gedankengut aufweise.

Das Gericht hatte am Donnerstag festgestellt, dass Chris P. sich seit der Tat von solchen Ansichten und seinem rechtsradikalen Vater, der als Anstifter zur Tat in Untersuchungshaft sitzt, distanziert habe.

Von Peter Degener

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