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Richtfest bei Kühne und Nagel Großbeeren

Logistik-Neubau Richtfest bei Kühne und Nagel Großbeeren

Im Sommer will der Logistikkonzern Kühne & Nagel sein neues Gebäude im GVZ Großbeeren in Betrieb nehmen. Am Donnerstag wurde dort Richtfest gefeiert. 14 000 Quadratmeter stehen dort zur Verfügung. Das Gebäude ist deutlich größer und moderner als das alte in Ludwigsfelde. Nur einen Wunsch konnte Großbeeren nicht erfüllen.

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An der Richtkrone: Bürgermeister Carl Ahlgrimm, Ute Bankwitz (ZAB), Christoph Prange (Goodman) und Alexander Hornung (Kühne & Nagel/v.l.).

Großbeeren. Der Logistik-Riese Kühne & Nagel feierte am Donnerstag im Güterverkehrszentrum Großbeeren (GVZ) Richtfest für sein neues Logistikzentrum am Südrand Berlins. Gemeinsam mit dem Immobilienentwickler Goodman wird dort eine 14 000 Quadratmeter große Anlage mit 17 Toren gebaut, sie kann bei Bedarf um 10  000 Quadratmeter erweitert werden. Gedacht ist der neue Standort in Großbeeren für die Geschäftsbereiche Vertragslogistik und Seefracht. „Und wir sind mit Goodman in Verhandlung, ein IT-Service-Center aufzubauen“, sagte Alexander Hornung, Prokurist und Regionalleiter bei Kühne & Nagel.

Größer und moderner als Standort Ludwigsfelde

Nach seinen Worten wird in Großbeeren alles besser, größer und moderner als am bisherigen Standort Ludwigsfelde direkt am Autobahn-Südring. Nur eine eigens nach Firmenchef Alfred Kühne benannte Straße wird es in Großbeeren nicht geben. „Das hätten wir genau wie in Ludwigsfelde gern gehabt, aber es ging nicht mehr“, so Hornung. In der Großbeerener GVZ-Erweiterung haben alle Straßen bereits Namen, die neue Adresse von K & N heißt Am Lilograben.

Gefahrgutlager geplant

Goodman entwickelt dort auf 20 000 Quadratmetern auch spekulativ Logistik-Areale. Wie viel Geld investiert wird, wollte niemand preisgeben; die MAZ erfuhr, dass es ein Millionen-Betrag im mittleren zweistelligen Bereich ist. Auf das neue Geschäftsmodell dürfe er nicht eingehen, so Hornung, das neue Logistikzentrum werde aber auch ein Gefahrgutlager haben; das sei bisher nicht üblich, so der Manager. Für Großbeeren habe man sich vor allem wegen der Direktanbindung an die B 101 und der gefühlten Flughafennähe entschieden, erklärte er. „Strategisch ist das auch der richtige Standort, weil Osteuropa ein großes Thema für uns ist“, sagte Hornung. Mit Goodman arbeitet Kühne & Nagel seit mehr als zehn Jahren an vielen Orten der Welt zusammen. In Deutschland verwaltet Goodman für K & N 130 000 Quadratmeter, weltweit sind es knapp 40 Hektar in acht Ländern. Das bisherige Areal in Ludwigsfelde behält Kühne & Nagel, es werde vermietet, sagte Prokurist Hornung.

Drei der vier größten Logistiker in Großbeeren

Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) ist sehr stolz darauf, nun auch Kühne & Nagel im GVZ zu haben. „Damit sind drei der vier ganz großen Logistiker bei uns angesiedelt“, sagte er. Neben K & N sind das DB Mobility Logistics mit Schenker und DHL, es fehlt der See-Logistiker Maersk. Ahlgrimm sieht für seine Gemeinde nun, wo es keine Flächen im GVZ mehr gibt, die große Herausforderung darin, in den kommenden Jahren Wohnraum im knapp 9000 Einwohner zählenden Ort zu schaffen. Schon jetzt gibt es in Großbeeren mehr Arbeitsplätze als Einwohner. Dieses Verhältnis verschiebt sich noch weiter, wenn alle verkauften GVZ-Flächen bebaut sind.

Von Jutta Abromeit

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