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Richtfest für stationäres Hospiz

Luckenwalde Richtfest für stationäres Hospiz

Für das lange gewünschte stationäre Hospiz in der Kurzen Straße 4 wurde am Mittwoch Richtfest gefeiert. Der DRK-Kreisverband investiert 2,2 Millionen Euro und schafft zwölf Plätze für Schwerstkranke und Sterbende. Eröffnung soll im November sein.

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Bauleiter Mario Bayer (l.) vom Unternehmen Schaldach und DRK-Kreispräsident Dietmar Bacher greifen in luftiger Höhe zu Hammer und Trinkglas.

Quelle: Elinor Wenke (2)

Luckenwalde. Bei einzelnen Schneeflocken und kalten fünf Grad wurde dem Rohbau des stationären Hospizes in Luckenwalde am Mittwoch die Richtkrone aufgesetzt. Der DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald als Bauherr investiert 2,2 Millionen Euro in die neue medizinische Einrichtung in der Kurzen Straße 4. Das Haus wird über zwölf Plätze in modern ausgestatteten Einzelzimmern verfügen.

Beim Richtfest

Beim Richtfest: Harald-Albert Swik, Sylvia Lehmann, Ullrich Fleck, Jana Schimke, Elisabeth Herzog-von der Heide, Vize-Landrätin Kirsten Gurske und Dietmar Bacher (v.l.).

Quelle: Elinor Wenke

„Hier können Schwerstkranke und Sterbende ihre letzte Lebensphase selbstbestimmt und in Würde verbringen“, sagte Rotkreuz-Kreisvorsitzender Harald-Albert Swik. Neben behaglichen Gemeinschaftsräumen wird es für Angehörige Möglichkeiten geben, im Haus zu übernachten und Zeit mit dem Bewohner zu verbringen. Betrieben wird das Hospiz von der Palliativmedizin Luckenwalde gGmbH. Die Fertigstellung ist für November geplant.

Die Besucher aus der Vogelperspektive

Die Besucher aus der Vogelperspektive.

Quelle: Elinor Wenke

Nach einem Architektenwettbewerb war im Sommer 2016 der erste Spatenstich für das Hospiz vollzogen worden. Doch die Ursprungsidee liegt weitaus länger zurück. Seit zehn Jahren bemühen sich – initiiert durch den Luckenwalder Chefarzt Ullrich Fleck – der DRK-Kreisverband, der Ambulante Palliativ- und Hospizdienst sowie das DRK-Krankenhaus um den Bau eines stationären Hospizes.

Kein Haus von der Stange

„Es ist kein Haus von der Stange, sondern ausgetüftelt von Architekten, Bauleuten und Medizinern“, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD). Sie warf die Frage auf: „Kann ein Hospiz ein Traumhaus sein?“ Und sie kam zu dem Schluss: „Ja, in dem Sinne, dass man sein Lebensende behütet, geborgen, geschützt und in Würde verbringen kann.“

Die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU), die selbst im DRK aktiv ist, zollte den haupt- und ehrenamtlichen Sterbebegleitern ihren Respekt. „Und für Luckenwalde ist das Hospiz auch ein Stück Stadtentwicklung“, sagte sie.

Mit Beharrlichkeit und guten Argumenten

Die SPD-Landtagsabgeordnete Sylvia Lehmann erinnerte an die zehn Jahre währenden Bemühungen und daran, „mit welcher Beharrlichkeit und Sachkompetenz Ullrich Fleck immer wieder Argumente vorgebracht hat“. Sie ist sich sicher: „Den Luckenwaldern tut es gut, ein Hospiz und eine gute Palliativversorgung in der Nähe zu wissen.“

Ehrengard Bohmann (79), die vor zehn Jahren gemeinsam mit Rose von Essen, Monika Krauße und Undine Lewerenz den Ambulanten Palliativ- und Hospizverein gegründet und den Anstoß für ein stationäres Hospiz gegeben hatten, schaute sich am Mittwoch den Rohbau an. „Ich bin beeindruckt, wie viele junge und ältere Leute gekommen sind. Das Thema geht jeden etwas an“, sagte sie.

Nach dem Richtspruch von Mario Bayer, Bauleiter des Trebbiner Unternehmens Schaldach, besiegelte DRK-Kreispräsident Dietmar Bacher das Bauvorhaben mit kräftigen Hammerschlägen.

Von Elinor Wenke

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