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Teltow-Fläming Riesen-Pipeline führt durch Brandenburg
Lokales Teltow-Fläming Riesen-Pipeline führt durch Brandenburg
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11:49 12.10.2016
Eine Erdgastrasse wird gebaut. Quelle: dpa-Zentralbild
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Dahmeland-Fläming

Gerade einmal fünf Jahre ist es her, dass bei Baruth die letzten Röhren der Erdgasleitung Opal zusammengeschweißt wurden. Zwei Jahre hatte man damals an der Trasse gearbeitet, etwa eine Milliarde Euro dafür in den Boden zwischen Greifswald und der deutsch-tchechischen Grenze gelegt, im Baruther Ortsteil Radeland wurde eine riesige, dampfende und von metallischen Röhren durchzogene Verdichterstation gebaut.

Doppelt so leistungsfähig wie Opal

Weil mit dieser Pipeline aber offenbar der Bedarf der nächsten 30 Jahre nicht gedeckt werden kann, plant das deutsch-russische Unternehmen Gascade eine weitere Riesen-Pipeline. Sie soll doppelt so leistungsfähig sein wie Opal, aus zwei Röhren bestehen, auf der gleichen Trasse wie Opal verlaufen und damit wieder quer durch die Region Dahmeland-Fläming führen. Auch diese Leitung braucht auf halber Strecke eine Verdichterstation – und nach der Vorstellung der Planer soll sie wieder in der Gemeinde Baruth, möglichst sogar in Radeland errichtet werden. „Baruth wäre unsere Vorzugsvariante für eine weitere Verdichterstation“, sagt die Sprecherin des Unternehmens, Tatjana Bernert.

Die Planungen sind allerdings noch im Anfangsstadium. Im Juli wurden sie erstmals bei einer „Antragskonferenz“ vorgestellt, an der auch einige Kommunalvertreter teilnahmen. Gascade bereist auch gerade die Region, um mit Anliegern über das Projekt zu sprechen. Am 14. Oktober etwa wird das Unternehmen in Bindow sein, wo nach bisherigen Vorstellungen der Planer die Eugal-Trasse die Dahme queren muss.

Raumordnungsverfahren startet im November

Ab November soll dann das Raumordnungsverfahren starten. Dabei werden die gesamten Planunterlagen an alle beteiligten Kommunen geschickt, sie liegen dann vier Wochen für die Öffentlichkeit aus, Kommunen, Anwohner und sonstige Träger öffentlicher Belange können dann mögliche Einwendungen abgeben.

Gebaut werden soll die Trasse – sofern alles nach Plan läuft – in den Jahren 2018 bis 2020. Dafür wird dann auf rund 485 Kilometer Länge die Erde aufgegraben. Die Stahlrohre, die dann in die Erde versenkt werden, haben 1,40 Meter Durchmesser und eine Wandstärke von mehr als zwei Zentimetern. Sie leiten Erdgas weiter, dass vornehmlich aus Russland kommt und über Eugal nach Polen, Tschechien sowie das restliche europäische Gasnetz strömt. Überirdisch werden davon nur die Netzverbindungspunkte zu sehen sein – etwa bei Groß Köris – die Verdichterstation und die Absperrpunkte, die etwa alle 18 Kilometer angelegt werden. Die Leitung soll pro Jahr bis zu 50 Milliarden Kubikmeter Erdgas transportieren können. Zum Vergleich: Opal hat eine Kapazität von 36 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Nach Aussage der Grünen wird von dieser Kapazität derzeit allerdings erst die Hälfte genutzt. Die Grünen stehen auf Landesebene dem neuen Projekt deshalb auch kritisch gegenüber.

Region hält sich zurück

In der Region Dahmeland-Fläming hält man sich derzeit mit einer Bewertung noch zurück. Vor allem deshalb, weil die Unterlagen den Kommunen erst mit dem Beginn des Raumordnungsverfahrens zur Verfügung gestellt werden.

Die Kosten für das Eugal-Projekt sollen im niedrigen zehnstelligen Bereich liegen.

Von Oliver Fischer

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