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Riesen-Spinnen und Mega-Käfer

„Insektopia“ in Jüterbog Riesen-Spinnen und Mega-Käfer

Die Wanderausstellung „Insektopia“ aus Bremen hat Station in Jüterbog gemacht. Sylvia und Peter Rosslei zeigen Präparate von seltenen Spinnen, Käfern, Heuschrecken und Schmetterlingen – und räumten mit so manchem Vorurteil auf.

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Aussteller Peter Rosslei

Jüterbog. Es gibt Zeitgenossen, die ekeln sich regelrecht vor allem, was mehr als vier Füße, Fühler und Scheren oder Flügel hat. Dabei sind Spinnen völlig harmlose, kleine Geschöpfe, ebenso wie Käfer. Mehr als 500 der schönsten und skurrilsten Insektenarten aller Couleur waren am Wochenende in der Jüterboger Gaststätte „Am Bad“ zu bestaunen.

Unter ihnen sind Wunderwerke der Natur – beispielsweise die Riesenhorrorschrecke, die in Papua-Neuguinea beheimatet ist und eine größere Flügelspannweite als ein Spatz hat, oder riesige Schmetterlinge sowie – schon etwas gruseliger – italienische Fledermäuse mehr als einen Meter Flügelspannweite. Nicht unerwähnt bleiben sollen Riesenspinnen. An bekanntesten ist wohl „die schwarze Witwe“, im Sudan gibt es das Pendant – „Blondi“ genannt, die sogar Mäuse frisst. Im „Bad“ in Jüterbog waren sie sicher verwahrt in 60 verglasten Schaukästen zu sehen. Weglaufen konnten sie ohnehin nicht – es waren Präparate.

Sylvia und Peter Rosslei aus Bremen ziehen mit ihrer Wanderschau durch Deutschland. Peter Rosslei hat diese Leidenschaft von seinem Großvater geerbt, ebenso eine beachtliche Sammlung, eine der größten wohl in deutschen Landen. Akribisch hat der Enkel sie immer weiter vervollkommnet, dabei vor allem nach neuen Raritäten gesucht. „Das ist nicht so einfach“, erläutert er. Und vor allem auch teuer. Die Preise beginnen bei 15 Euro und enden bei 80 000 Euro.

Vorstellungen, in ein exotisches Land zu reisen und mit einem Kescher auf Insektenfang in den Regenwald zu ziehen, erteilt Peter Rosslei eine Absage. Für viele Arten bestehen strenge Ausfuhrverbote. Und für weniger geschützte Arten ist die Genehmigungsbürokratie enorm. Vor allem muss es sich nachweislich um bereits gestorbene Lebewesen handeln, die gefunden wurden. Selbst in Deutschland muss ein Förster amtlich bestätigen, dass beispielsweise ein schöner bunter Schmetterling bereits leblos war – ein „Totenschein für Insekten“. Dann erst darf der Präparator mit seiner Filigranarbeit beginnen.

Von H.-Dieter Kunze

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