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Teltow-Fläming Ringelnatz-Abend in der „Alten Aula“
Lokales Teltow-Fläming Ringelnatz-Abend in der „Alten Aula“
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00:19 23.11.2017
Kulturvereinsvorsitzende Siegrid Sohr bedankte sich bei Wolf Butter für den schönen Ringelnatzabend. Quelle: Andrea von Fournier
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Blankenfelde

Nicht zum ersten Mal begrüßte das Publikum in der „Alten Aula“ in Blankenfelde Wolf Butter. Der Komponist und Schauspieler aus Berlin hat, wie der an diesem Abend von ihm interpretierte Joachim Ringelnatz (1883 bis 1934), seine Wurzeln in Sachsen. Die Zuhörer verfolgten Herkunft und Entwicklung des Hans Gustav Bötticher alias Joachim Ringelnatz aus Wurzen. Der kam aus finanziell sicherem, kreativem Elternhaus. Die Mutter entwarf Puppenkleider und Perlenstickerei, der Vater war Musterzeichner und verfasste humoristische Verse. Mit denen wuchs der Filius auf und rezitierte sie mit Vergnügen. In der Schule war er wenig erfolgreich, als „Klassenkasper“ und „Schulrüpel ersten Ranges“ zweimal sitzengeblieben verließ er ohne Abitur die Schule. Dass er zu keinen akademischen Ehren kam, mag an seinem Selbstwertgefühl im Vergleich mit anderen Künstler-Zeitgenossen gekratzt haben, ein Leben lang musste er dem Geld bei verschiedenen Gelegenheitsarbeiten hinterherlaufen. Seinen Versen tat es keinen Abbruch.

Wolf Butter trug skurrile Liebesgedichte und fromme Kindergebete vor, und kam dabei ordentlich in Fahrt. Über Eintagsfliegen, Kühe, November-Fliegen in Leipzig, feinsinnige Betrachtungen über dicke und dünne Frauen ging es zu Kuttel Daddeldu, dem knurrigen Seemann, den Ringelnatz in den 1920er Jahren erfand und der in der DDR ab 1963 auf Bühnen und im Fernsehen sein Comeback feierte. Das abendliche Titelgedicht „Gnädige Frau, bitte trösten Sie mich“ ist nicht spaßig, wie man vermuten würde. Doch die Stunde mit dem scheinbar alterslosen Wolf Butter, der mit überraschendem Stimmvolumen und langem Haar in einem übergroßen, modisch überholten Anzug leicht Assoziationen zu seinem Protagonisten zuließ, war heiter, und oftmals wurden Taschentücher für Freudentränen gezückt.

Von Andrea von Fournier

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