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Ringen um den Gershwinplatz

Zwei Vereine wollen den Ringen um den Gershwinplatz

Neue Hoffnung für den Sportplatz an der Gershwinstraße in Mahlow: Der Fußballverein Borussia Mahlow und die Tennisspieler vom SC Mega Sports wollen das Kunstrasenfeld wieder herrichten, doch vor ihnen liegt eine Menge politische Überzeugungsarbeit.

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Der in den 1990er Jahren angelegte Kunstrasenplatz an der Mahlower Gershwinstraße ist immer wieder Ziel von Vandalismus.


Mahlow. Zwei junge Vereine wirbeln das erst vor gut anderthalb Jahren verabschiedete Sportstättenkonzept von Blankenfelde-Mahlow gehörig durcheinander. Den Fußballclub Borussia Mahlow gab es seinerzeit noch gar nicht, den Tennisverein SC Mega Sports habe man bei den Beratungen zu dem 53-seitigen Konzeptionspapier vergessen, sagt dessen Vorsitzender Jürgen Vauck.

Gemeinsamer Kampf für heruntergekommenen Bolzplatz

Beide Vereine wollen nun gemeinsam für den Sportplatz an der Gershwinstraße in Mahlow kämpfen. Diesen hat die Gemeinde faktisch aufgegeben. Im Sportstättenkonzept wird das Ende der 1990er Jahre errichtete Kunstrasenfeld nur noch als Bolzplatz geführt. Seit der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport, scheint diese Position nicht mehr uneingeschränkt zu gelten. Mit einer Stimme Mehrheit stimmten die Mitglieder dafür, die Vereinen SC Mega Sports und Borussia Mahlow ein Konzept für die gemeinsame Nutzung des Platzes vorzulegen zu lassen – eine Abstimmung mit vielen Unbekannten, da Finanz- und Hauptausschuss auch noch zustimmen müssen.

Wollen gemeinsam für den Gershwin-Platz kämpfen

Wollen gemeinsam für den Gershwin-Platz kämpfen: Jürgen Vauck vom SC Mega Sports (2.v.l.), sowie die Vertreter von Borussia Mahlow Kay-Uwe Schoechert (l.), Constantin Kienemann (2.v.r) und Michael Schwarz (r.).

Quelle: Christian Zielke

Unter den Fraktionen herrscht kein einheitliches Meinungsbild. Während Hans-Jürgen Schley (SPD) sich für die Wiederbelebung des Platzes aussprach und vorschlug, das Kunstrasenfeld auf beide Vereine aufzuteilen, verwies seine Fraktionskollegin Katja Grassmann auf die Grundsatzentscheidung von 2007, den Platz als Bolzmöglichkeit für vereinsungebundenen Sport zu belassen. „Ich werde einen Teufel tun und einen neuen Verein unterstützen“, sagte die Ausschussvorsitzende. 2007 habe man den BSC Blankenfelde und Preußen Mahlow zur Fusion gedrängt. „Wenn wir jetzt einen neuen Verein unterstützen, wäre das ein Schlag ins Gesicht aller Ehrenamtlichen.“ Der Gershwinplatz habe in der Vergangenheit nicht funktioniert und werde das auch in Zukunft nicht, sagte Katja Grassmann. Stefanie Nimz (Linke) verwies auf das Gleichbehandlungsprinzip, das es schwierig mache, neue Vereine mit viel Geld zu unterstützen – zumal es bereits Tennis- und Fußballplätze in der Gemeinde gibt.

Dagegen wandte Borussia-Vorstand Michael Schwarz ein, dass sich das Ziel seines Vereins, Sport ganz ohne Alkohol zu machen, auf den Plätzen der anderen Vereine nicht umsetzen lasse. Seit Januar habe er fast 100 Mitglieder von dieser Idee überzeugt – auch zu Lasten der bestehenden Vereine. In der neuen Saison will man mit vier Mannschaften im Spielbetrieb starten. Alle Anmeldungen seien bereits erfolgt. „Notfalls spielen wir auf einem Acker“, sagt Schwarz. Es gebe erste Verhandlungen mit Eigentümern.

Solche Möglichkeiten haben Jürgen Vauck und die 180 Mitglieder des SC Mega Sports nicht. Sie müssen auf vier Tennisplätzen in Berlin viel Miete zahlen. „Im Januar habe ich die Frage gestellt, ob sich die Gemeinde zu uns bekennt. Es ist fast ein Jahr verloren“, sagt Vauck. Nun wollen er und Michael Schwarz gemeinsam Ideen sammeln. Ihre Ergebnisse wollen sie den Gemeindevertretern vorstellen.

Von Christian Zielke

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