Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Rittergut-Ruine erwacht zu neuem Leben
Lokales Teltow-Fläming Rittergut-Ruine erwacht zu neuem Leben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 12.03.2016
Die beiden Bären vor der alten Rittergut-Ruine werden zur markanten Toreinfahrt künftiger Wohnungen in Kleinbeeren. Quelle: Abromeit
Kleinbeeren

Bis zum Jahresende sollen auf dem alten Rittergut-Gelände in Kleinbeeren Wohnungen fertig sein, die heutigen Ansprüchen genügen. Die neun Komfort-Wohnungen auf dem alten Herrensitz aus der Renaissancezeit hinter dem markanten Bärentor werden zwischen 50 und 130 Quadratmeter groß.

Bauherr ist eine Gruppe privater Investoren aus der Region. Die Geldgeber hatten sich vorgenommen, diese Renaissance-Ruine wiederaufzubauen und zu vermieten. Zu den Planern, die dieses kulturhistorisch und baugeschichtlich bedeutsame Gemäuer retten, gehört der renommierte Architekt Hubertus Eilers.

Wie teuer die Investition in das denkmalgeschützte Objekt ist, mag die Investorengruppe nicht sagen. „Angesichts der gesamten Wohnfläche von zirka 800 Quadratmetern kann man sich vorstellen, wie hoch der finanzielle Aufwand ungefähr sein dürfte“, sagt Eilers. Doch endgültig werde sich das erst zeigen, wenn das Ensemble fertig ist.

Über die Rettung des Baudenkmals freut man sich nicht nur in der Gemeinde Großbeeren und beim Kreis. Auch Ruth Klawun, promovierte Referatsleiterin im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, ist begeistert. Sie sieht in Schutzstatus und modernem Wohnkomfort keinen Widerspruch. „Ohne diese Initiative wäre auch der Rest bald verfallen“, sagt sie.

Die Ruine, die jetzt wieder aufgebaut wird, gilt als eines der letzten Herrenhäuser der Mark Brandenburg aus der Zeit der Renaissance. Deshalb besitze der Bau eine herausragende baugeschichtliche und wissenschaftliche Bedeutung, erklärt Ruth Klawun. Trotz des „ruinösen Zustands“, wie sie sagt, seien Grundgestalt, wesentliche Gebäudeteile und originales Mauerwerk erhalten, auch bemerkenswerte Details wie die Kelleranlage und Reste der Herdanlage im Küchentrakt. Besonders wertvoll sei dieses Gebäude, weil viele andere Brandenburger Adelssitze der Renaissance wie Kleinmachnow oder Zolchow zerstört seien. Andere wie in Görsdorf, Reckahn oder Wagenitz seien nur sehr fragmentarisch überliefert, der Sitz Münchehofe sei mit späteren Umbauten sehr stark verändert. Da es aus dieser Zeit kaum bildliche Darstellungen und nur sehr wenige Schriftstücke gibt, sind Bauleute und Denkmalpfleger über jeden baulichen Rest froh, der Auskunft gibt. Für Historiker hat Kleinbeeren auch deshalb eine besondere Bedeutung, weil es eine wichtige Etappe in der Entwicklung des märkischen Herrenhauses markiere. „Es steht zwischen den am Übergang vom Spätmittelalter zur frühen Neuzeit gebauten Festen Häusern und neuen barocken Bautypen, die nach dem 30-jährigen Krieg errichtet wurden“, heißt es im Denkmalwertgutachten.

Saniert und wieder aufgebaut werden in Kleinbeeren ein Haupt- und ein Quertrakt. Zum Gutskomplex gehören ein im 19.Jahrhundert entstandener Toilettenanbau und eine Waschhauserweiterung, ein Kapellenanbau aus dieser Zeit ist nicht mehr erhalten. Die beiden markanten Bärenfiguren auf den gemauerten Pfosten der Toreinfahrt sind laut Denkmalwertgutachten ein Hinweis darauf, dass die Stadt Berlin die Anlage 1890 erworben hatte.

Von Jutta Abromeit

Die Gräfendorfer Seniorinnen Erika Woischke und Karin Ackermann kümmern sich seit Jahren um die Kinder in ihrem Dorf. Sie bieten ihnen Bastelnachmittage an, die gern angenommen werden. Doch sie kämpfen mit Hindernissen – aktuell vor allem mit der Kälte. Denn das Gemeindehaus ist kaum beheizt.

12.03.2016

Der neue Quartiersrat für das Quartier Am Röthegraben ist gewählt. Die fünf Mitglieder, allesamt Bewohner oder im Quartier Beschäftigte, wollen sich in den nächsten zwei Jahren weiter um die Verschönerung des Quartiers bemühen. Als wichtiges Thema nannte Sprecherin Claudia Hoffmann die schwierige Parkplatzsituation rund um das Kreishaus an.

12.03.2016
Teltow-Fläming Gedenkfeier für verstorbene Patienten - Gemeinsame Trauer und Erinnerung

117 Patienten des Ambulanten Palliativ- und Hospizdienstes Luckenwalde sind im vergangenen Jahr verstorben. Hinterbliebene und ehrenamtliche Hospizhelfer erinnerten in einer gemeinsamen Feier an sie.

12.03.2016