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Teltow-Fläming Rockmusik und Streicherklang
Lokales Teltow-Fläming Rockmusik und Streicherklang
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05:10 14.11.2016
„Six“ mit Streicherbegleitung in der Jakobikirche. Quelle: Katja Schubert
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Luckenwalde

Jubel und Gekreisch erklangen am Samstagabend in der Jakobikirche in Luckenwalde, als „Six“, eine gestandene Brandenburger Rockgruppe, ihren Auftritt mit „Six goes ClasSix“ hatte. Die Deutschrockband, die seit 24 Jahren mit ihrer direkten und schnörkellosen Musik Zuhörer unterhält, nahm bereits 2014 in der Stadthalle Cottbus die gleichnamige Live-DVD auf, mit alten Songs, dafür neu vom 66-köpfigen Sinfonieorchester der Philharmonie Zielona Góra begleitet. Erschienen ist die DVD dann im Jahr 2015, seitdem tourt die Band mit der Minimalversion der orchestralen Live-Show durch Deutschland. „Six goes ClasSix unplugged“ wurde nun auch in Luckenwalde präsentiert.

Ruhige Performance

Die fünf Kernmitglieder der Rockgruppe, Sänger Stefan Krähe, Bassist und Zweitstimme Robert Gläser, Gitarrist Frank Engelmann, Keyboarder Andreas „Ernie“ Giersch und Schlagzeuger Jürgen Schötz, wurden zu diesem besonderen Anlass von einem Streichquintett begleitet. Statt der wilden Show-Events, die es bisweilen von der Rockband zu sehen gab, ging es diesmal deutlich ruhiger zu.

Mozart und eigene Lieder

Mozarts Instrumentalstück „Eine kleine Nachtmusik“, vorgetragen von den Streichern, leitete das Konzert ein. Dann zog die Band mit ihren bekannten und beliebten Liedern wie „Alles, was du willst“, „Gefallene Engel“, „In Flammen“ und „Salz auf deiner Haut“ sowie einigen neueren Titeln des 2014 erschienenen Albums „Gebrannte Kinder“ alle Register. Die treuen Fans sangen zu den eingängigen Melodien quer durch alle Alben textsicher mit.

Akustik-Probleme in der Kirche

Was als Konzept gut gedacht war, krankte jedoch leider etwas an der akustischen Umsetzung vor Ort. Die Klänge des Streichquintetts gingen beinahe vollkommen unter zwischen lautem Schlagzeug und dem außerordentlichen Hall der Kirche. Auch kleinere Probleme mit der Technik gab es, die sah Frontmann Stefan Krähe allerdings gelassen. Trotz allem war das Publikum von ihrer Band und dem „geilen Orchester“, wie der Sänger das Quintett bewundernd bezeichnete, begeistert.

Komödiantische Solo-Einlage

Als Extras gab es eine beeindruckende, beinahe komödiantische Solo-Einlage der ersten Geige und die Single-Auskopplung „So viel mehr noch“, die überraschend von Zweitstimme Robert Gläser vorgetragen wurde.

Das knapp drei Stunden lange Konzert führte die Zuhörer durch Themen um Liebe, Leid und Lebenslust, in den Pausen konnten Souvenirs im Band-eigenen Fan-Shop und vor der Kirche Glühwein erworben werden.

Von Katja Schubert

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