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Rockoper, tanzende Sportler und ein Riesenhut

Luckenwalde (Teltow-Fläming) Rockoper, tanzende Sportler und ein Riesenhut

Das 12. Sound-City-Festival der brandenburgischen Musik- und Kunstschulen lockte 35 000 Besucher in die Luckenwalder Innenstadt. An den drei Festival-Tagen fanden mehr als 200 Veranstaltungen auf neun Bühnen statt, außerdem gab es Kunstaktionen und Ausstellungen.

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Das große Bühnenmusical der Kreismusikschule Teltow-Fläming unter Leitung von Volker Hiebsch war die „Rockoper 2.0 – Die letzte Scholle“. Ein Stück, das sich mit Umweltproblemen befasste.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Drei tolle Tage, vollgepackt mit Musik, sind vorbei. Auf neun Bühnen wurde gesungen, getanzt und gespielt. Die Angebote waren so vielfältig, dass es oft schwierig war, sich zu entscheiden. Zudem gab es Kunstinseln, Ausstellungen und jede Menge Aktionen zum Mitmachen. Die meisten Besucher kamen am Freitagabend zur Rockoper 2.0 und am Sonnabend zu „Sports meet Music“.

„Wir sind mehr als zufrieden. Wir denken, dass es insgesamt an allen drei Tagen 35 000 Besucher waren. Der absolute Kracher war die Show ,Sports meet Music’ mit mehr als 3000 Besuchern. Es war eine Superstimmung und wir hatten zufriedene Gäste“, sagt Andreas Schröder von der Luckenwalder Stadtverwaltung.

Die Musiker, die aus ganz Brandenburg nach Luckenwalde gekommen waren, lobten, dass alles so dicht beieinander lag. „Ich bin zum ersten Mal in Luckenwalde und gehöre zum Jugendkammerorchester Hennigsdorf. Wir sind in der Schule untergebracht. Unsere Instrumente werden in der Zeit bewacht, in der wir sie nicht benötigen“, berichtet Hannah Pubantz, die seit fünf Jahren Cello spielt. In der Fläminghalle standen Trompeten, Contrabass, Geigen, Akkordeon und Keyboards gut sortiert. „So viel Platz hatten wir für die Instrumente noch nie“, sagt Volker Rehberg von der Musikschule Schwedt. Von Freitag bis Sonntag wurden 120 Fahrten von der Fläminghalle in die Innenstadt unternommen. Manchmal mussten 600 Instrumente gleichzeitig an Ort und Stelle gebracht werden. Die gesamte Halle war in einzelne Felder aufgeteilt und jedes Karree war für eine andere Musik- und Kunstschule bestimmt. „Bisher gab es keine Beschwerden. Jeder Musiker dürfte sein Instrument bekommen haben“, so Rehberg. Er lobte die Arbeit der Fahrer, zu denen Carsten Kuhle aus Schönefeld und Marcel Wenzel aus Luckenwalde gehörten.

Litauische Folklore-Tänzer kamen sehr gut an

Jocelyn Zhu und Mariella Haubs gaben ihre Violinen nicht aus den Händen. Die beiden Absolventinnen der New Yorker Julliard School of Music traten mit dem Namen „Concerts for Compassion“ am Nachmittag auf der Bühne Kunsthalle und am Abend in der Goldenen 33 auf. Ihr Auftritt wurde durch die Unterstützung der US-Botschaft ermöglicht. „Ich freue mich, hier auftreten zu können. Ich bin zum ersten Mal bei diesem Festival dabei. Mir gefällt besonders die Vielfalt. Von Klassik bis Rock und Pop ist alles dabei“, sagt die 22-jährige Mariella Haubs.

Besonders gut kam beim Publikum die Kindertanzgruppe „Ratilelis“ aus Litauen an. Sie präsentierte Folklore-Tanz aus ihrem Land. Die Sieben- bis 18-Jährigen lernen sowohl Folklore-Tänze als auch klassischen und modernen Tanz. Ihr Ziel ist es, die jahrhundertealte litauische Tanz-Tradition zu bewahren.

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Am Wochenende fand in Luckenwalde (Teltow-Fläming) das 12. Sound-City-Festival statt. Auf neun Bühnen präsentierten sich die Musik- und Kunstschulen des Landes Brandenburg. An den drei Tagen kamen insgesamt 35 000 Besucher nach Luckenwalde.

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Dicht umlagert war der Stand von Georg Maßwig und Florian Wild. Sie erklärten, wie Instrumentenbau funktioniert und halfen auch, wenn Not am Mann war. Schnell mal eine Saite auszuwechseln oder eine kleine Beule an der Trompete zu beseitigen, war für die beiden kein Problem.

Christina Fornacon bedauerte, dass am Freitagabend nur wenige ins Luckenwalder Stadttheater gekommen waren. Dort zeigte die Kunstschule Neuruppin zum Titel „Prinzip Hoffnung“ eine Collage aus Tanz, Musik und Theater. Allerdings nutzten die meisten Besucher bei dem schönen Wetter die Outdoorbühnen. „Es war eine tolle Aufführung, die sehr zum Nachdenken angeregt hat“, sagt Christina Fornacon, die mit ihrer Tochter Annekathrin die drei Festivaltage erlebte.

Mitmachaktionen zur Hutmachergeschichte der Stadt

Bei den Mitmachaktionen drehte sich fast alles um den Hut. Die Vertreter der Musik- und Kunstschulen hatten sich im Vorfeld erkundigt, was Luckenwalde ausmacht. Die Hutmacher-Geschichte war für sie die passende Idee für künstlerische Aktionen. Am Markt konnten Groß und Klein am Riesenhut Hand anlegen und bunte Stoffstreifen an das zehn Meter hohe Gerüst knoten. wobei einige ihre Probleme hatten, den Hut als solchen zu erkennen.

Wie die Polizei auf MAZ-Anfrage betonte, war es in Bezug auf das Festival eine sehr ruhige Veranstaltung. Es kam zu einer Anzeige wegen einer leichten Körperverletzung sowie zu einem kleinen Unfall, denn ein Lieferfahrzeug hatte einen Verkaufsstand gestreift. Auch die Sanitäter hatten nicht viel zu tun. Sie waren jeden Tag mit acht Leuten sowie einem Krankentransport vor Ort. „Es war ruhiger als jedes Turmfest“, sagt Ronald Bader, Bereitschaftsleiter des DRK. Und so beschränkte sich die Arbeit der Sanitäter vorwiegend darauf, Pflaster gegen wunde Füße zu verteilen.

Es wurde zwar offiziell noch kein neuer Austragungsort für das 13. Sound-City-Festival in zwei Jahren bekannt gegeben, aber Hinrich Enderlein, der Vorsitzende des Verbands der Musik- und Kunstschulen Brandenburg, ließ durchblicken, dass es wohl Neuruppin sein wird.

Von Margrit Hahn

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