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Teltow-Fläming Rohrteich-Platz soll Fläming-Stadion werden
Lokales Teltow-Fläming Rohrteich-Platz soll Fläming-Stadion werden
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00:31 07.09.2015
Aus der Ferne sieht die Tartanbahn schick aus. Doch sie hat Schäden und müsste erneuert werden. Quelle: Gertraud Behrendt
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Jüterbog

Vor 20 Jahren wurde das Geld für die Tartanbahn für den Sportplatz am Rohrteich bewilligt. Die Leichtathleten des seit 1992 bestehenden Landesleistungsstützpunktes waren begeistert über den Bau der Bahn. Jüterbogs Stadtverordnete waren weniger erfreut, weil sie den Eigenanteil finanzieren mussten.

Nun geht es wieder um Geld und um einen Namen. Ernst Troelenberg, Trainer im stützpunkttragenden Verein LC Jüterbog, bat im Sozialausschuss um Geld und um einen neuen Namen. Sein Favorit: Fläming-Stadion.

Gabriele Schröder (SPD) konnte sich dafür erwärmen und fragte, ob die Sportler noch andere Vorschläge hätten. Jenny Günther (CDU) und Maritta Böttcher (Linke) schlugen vor, die Einwohner aufzufordern, Namensvorschläge einzureichen. Die zuständige Mitarbeiterin im Rathaus, Jutta Tukai, wollte mit der Marketingabteilung reden. Auf jeden Fall sind die beiden anderen Vereine, die ebenfalls zum Landesleistungsstützpunkt gehören, die Luckenwalder Lauf-Gemeinschaft und der SSV Jüterbog 1990, anzuhören.

Historische Daten zum Sportplatz

Das Gelände am Rohrteich hat eine Sport-Tradition. 1906 traf sich der Radsportverein an der „Rohrteichwiese“.

Ein Lageplan wurde von 1929 anlässlich einer neuen Vermessung angefertigt. Er zeigt drei Sportplätze mit Turn-, Wurf-, Weitsprung- und Hochsprunganlage.


1932 wurde der Neubau des Sportplatzes, der bald „Horst Wessel“ hieß, beantragt. Damals gab es auch schon eine Umkleidehalle, deren Baudatum aber nicht bekannt ist.

1959 wurde ein hübscher Eingangsbereich gebaut – nun zum Ernst-Thälmann-Sportplatz.

Der Musterungsstützpunkt, seit 1995 Gaststätte „Fuchsbau“, wurde 1976 errichtet.

Die Bitte um Geld ist schwerer zu erfüllen. Ausschussvorsitzende Maritta Böttcher unterstützte das Ansinnen: „Die Tartanbahn muss erneuert werden. Es geht dort nicht nur um den Sportunterricht.“ Viel Lob habe es zu den jüngst veranstalteten Europameisterschaften gegeben. „Die waren eine Augenweide. Es geht auch ums Image der Stadt Jüterbog.“ Sie bat daher Kämmerer René Wolter um eine Übersicht der Vorhaben, die für 2015 geplant waren, aber nicht realisiert werden. Ob sich da noch Mittel auftun, ist ungewiss.

Deshalb wiederholte Troelenberg seine Bitte ums Geld sicherheitshalber vergangene Woche in der Stadtverordnetenversammlung. Dort listete er auf, dass mehr als 50 Landesmeisterschaften, mehr als 100 Laufveranstaltungen, vier Europa- und acht Deutsche Meisterschaften sowie Behindertensport- und andere Veranstaltungen in Jüterbog durchgeführt wurden, kürzlich erst die Norddeutschen Leichtathletikmeisterschaften der Senioren. Für diese wurde die Markierung auf der Tartanbahn erneuert. „Zwölf bis 15 Jahre hält so eine Bahn maximal, dann müsste sie voll saniert werden“, sagte der Trainer. Eine Aschenbahn sei keine Alternative. Für deren Pflege brauche man Angestellte; das sei noch teurer. Der Landesleistungsstützpunkt, der bis 2017 bestätigt sei, müsse erhalten werden. „Ich spreche im Namen der Kinder“, sagte Troelenberg. Seiner Meinung nach sind 350 000 Euro für die Sanierung nötig, 80 000 davon als Eigenanteil der Stadt.

Er warb auch mit dem Alter der Anlage: „Der Sportplatz wurde vor 80 Jahren gebaut.“ Doch da irrte er. Sport wird auf dieser Fläche schon länger getrieben. Für die Anfänge bedurfte es wohl keiner baulichen Genehmigung. Deshalb ist die älteste Zeichnung im Bauarchiv von 1929. Mindestens seit 1931 gibt es Gebäude auf dem Platz (siehe Infokasten).

Von Gertraud Behrendt

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