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Teltow-Fläming Akustische Geschichte vom "Pitty"-Lied
Lokales Teltow-Fläming Akustische Geschichte vom "Pitty"-Lied
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12:20 13.08.2014
Die Ludwigsfelder Autoren und Interpreten des „Pitty“-Liedes auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1955. Quelle: Stadtarchiv Ludwigsfelde
Ludwigsfelde

Wer denkt, über die Ludwigsfelder Roller-Familie mit „Troll“, „Berlin“, „Pitty“ und „Wiesel“ sei alles erzählt, der irrt sich mächtig. Die Rollerfans um den Verein Freunde der Industriegeschichte Ludwigsfelde (FIL) und Museumschefin Ines Krause warten auch in diesem Jahr zur 15.Auflage eines IWL-Rollertreffens mit Überraschungen auf. Noch immer geht es um mehr als nur ums Neu-Herrichten der Zweirad-Oldtimer der Nachkriegsjahre aus dem Ludwigsfelder Industriewerk (IWL). Eine Geschichte muss unbedingt erzählt werden: die vom „Pitty“- Lied. Denn dieser Rollertyp wurde besungen – und dieses Lied wird auch beim Rollertreffen zu hören sein.

Musiklehrer Silvio Koberstein sammelt zurzeit die Zwischentöne fürs „Pitty“-Lied, hier das „Wau-wau“ seines Mischlingsterriers Speedy. Quelle: Abromeit

Alles begann mit einem kleinen Bild...

Mit dem einen Foto hatte alles begonnen. Das hatte ein Luckenwalder irgendwann einmal im Stadtmuseum abgegeben. Auf der Rückseite stand: „Leipziger Frühjahrsmesse 1955: Autoren und Interpreten des Pitty-Liedes mit dem Standpersonal des IWL.“ Tenor bei der Ludwigsfelder Roller-Fan-Gemeinde: Es gab ein Lied? Woher stammt es, wer hatte es wo gesungen? Und vor allem: Wo ist es? „Rollerguru“ Manfred Blumenthal aus Großbeeren, einst selbst IWL-Mitarbeiter, erfolgreicher Roller-Wettkampffahrer und heute im FIL der Fachmann schlechthin für bundesweite Suchaktionen, und Ines Krause machten sich auf die Suche. Mit dabei war auch die Berliner Interessengemeinschaft Stadtroller. Einer jener hartnäckigen Sucher wurde irgendwann fündig.

Schwierige Suche nach Text und Noten

Die Museumschefin erzählt: „Im Internet kam immer nur was zu Pittiplatsch aus dem Kinderfernsehen oder zur Technik von unserem Roller ,Pitty‘. Doch in irgendeiner Druckschrift waren dann auch Text und Noten abgedruckt.“ Diese Schrift kaufte einer der Berliner kurz nach dem Rollertreffen 2012 auf einem Trödelmarkt. Ines Krause ging mit einer Idee zu Silvio Koberstein, einem Lehrer an der städtischen Musikschule. Und der „bastelt“ nun seit einiger Zeit seinerseits an einer Idee: „Das Lied hat ja nur eine Strophe, das ist ein bisschen wenig für eine Aufführung“, sagt er. Damit sich die Uraufführung am 23.August bei der Abendveranstaltung im Kulturhaussaal vor den vielen nationalen und internationalen Gästen auch lohnt, will er eine kleine akustische „Pitty“-Geschichte erzählen.

Dafür sucht er nun für eine Einspielung mit Solist Rainer Keck und dem Refrain-Chor der Grimm-Grundschule Geräusche. Gestern musste Terriermischling Speedy ran, vorgestern Manfred Blumenthal, um „Pitty“-Geräusche einzufangen. Koberstein schwebt das etwa so vor: „Doch es geschah– hup, hup, plötzlich hurra– wau, wau...“ Die Single-CD soll ab dem Rollertreffen im Museum zu kaufen sein.

Von Jutta Abromeit

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