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Rommé-Fieber im Wasserspeicher

Kurzlipsdorf Rommé-Fieber im Wasserspeicher

Kurzlipsdorfer Senioren treffen sich regelmäßig im Dorfgemeinschaftshaus zum Rommé-Spielen. Es geht nicht um Rekorde oder ums Glücksspiel, sondern vor allem um Spaß und ums Klönen. Für die Spieler ist es ein Pflichttermin.

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Regelmäßig treffen sich die Senioren aus Kurzlipsdorf zum Rommé-Nachmittag im Gemeinschaftshaus.

Quelle: H.-Dieter Kunze

Kurzlipsdorf. Rommé spielen hat für sie eine nahezu magische Anziehungskraft – für zwölf kartenbegeisterte Frauen und Männer aus dem 80-Seelen-Ort Kurzlipsdorf. Jeden zweiten Donnerstag treffen sie sich im Dorfgemeinschaftshaus, dem ehemaligen Trinkwasserspeicher in der Ortsmitte. Wenn jemand einmal fehlen sollte, dann hat das schon triftige, unverschiebbare Gründe.

Rommé-Spielerin: „Wie eine Sucht“

„Rommé, das ist für uns wie eine Sucht“, erklärte eine Spielerin bei der jüngsten Runde lachend. Ausgeben, drei Karten tauschen, anspielen, anlegen und sich ärgern oder freuen – Spielkarten sind unbestechlich. Ziel ist es, die Karten so schnell wie möglich loszuwerden und möglichst wenige Punkte zu sammeln. Es geht dabei keinesfalls um Rekorde. Außerdem spielt Geld absolut keine Rolle. Lediglich wenn ein Geburtstagskind dabei ist, wird Kaffee und Kuchen ausgegeben. Ein wichtiger Aspekt ist der Austausch der neuesten Nachrichten aus dem Ort und der Umgebung.

Begeisterte in der gehobenen Altersgruppe

Älteste Mitspielerin – und immer noch topfit – ist mit 85 Lenzen Irene Händel. Da kann Vera Feicht mit 45 Jahren nicht mithalten. Sie ist eine „Zugezogene“, in Bayern groß geworden und dann immer unterwegs. Düsseldorf, München und Köln sind nur einige Stationen, bis sie sich vor knapp drei Jahren mit ihrem Lebenspartner berufsbedingt in Kurzlipsdorf niederließ. „Hier fühlen wir uns so was von wohl. Die Leute haben uns herzlich aufgenommen, wir kommen sehr gut miteinander klar“, schwärmt die Bajuwarin förmlich. Vermisst sie denn nicht die Berge ihrer Heimat? Nein, das werde alles kompensiert durch die Weite hier.

Zur Dorf-Geschichte

Kurzlipsdorf wurde 1331 erstmals als „Lubesdorf“ schriftlich erwähnt. Die Dorfkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Erst seit 1504 wird die Vorsilbe „Kort-“ mitüberliefert und der Ort als „Kortlubistorff“ bezeichnet.

Der Ortsname geht auf einen möglichen slawischen Dorfgründer namens Philipp („lips“) sowie auf die geringe Größe („kurz“) des Dorfes zurück.

Um 1528 stand das Dorf im Pfandbesitz des Jüterboger Nonnenklosters, bis es später zum Amt Wittenberg gehörte.

Seit 1957 gehört der Ort zu Niedergörsdorf. Er hat 81 Einwohner.

Der ehemalige Wasserspeicher war Bestandteil des örtlichen Wasserwerkes. Nachdem das Wasser aus Blönsdorf kam, wurde es überflüssig. In beispielloser Eigeninitiative wurde das Reservoir zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut.

Viele packten mit an und erledigten selbst schier unlösbare Aufgaben. So musste der fast einen Meter starke Mantel aus Stahlbeton für Tür- und Fensteröffnungen durchbrochen werden.

Eröffnet wurde das neue Gemeinschaftshaus zum Dorffest im Juli 2008. Seitdem wird es rege genutzt, unter anderem für Familienfeiern sowie für örtliche Feste und Versammlungen.

Von H.-Dieter Kunze

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