Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Ronald Paris und Jan Skuin stellen zum Jubiläum aus
Lokales Teltow-Fläming Ronald Paris und Jan Skuin stellen zum Jubiläum aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:55 18.10.2016
Jan Skuin (l.) und Ronald Paris während der Vernissage in der Alten Aula in Blankenfelde. Quelle: Gudrun Ott
Anzeige
Blankenfelde

Seit Sonntag ist in der Alten Aula in der Leihgaben-Galerie (Leiga) die Jubiläumsausstellung anlässlich des 25-jährigen Bestehens vom Blankenfelder Kulturverein zu sehen. Gezeigt werden Arbeiten des Malers Ronald Paris und des Metallbildhauers Jan Skuin. Beide haben den Kulturverein von Anfang an begleitet. Die Künstler hatten ihre erste gemeinsame Ausstellung 1998 in der neu entstandenen Leiga, eine weitere Ausstellung zum zehnjährigen Bestehen – und jetzt, 15 Jahre später, gestalten Paris und Skuin die Jubiläumsausstellung.

Viele kamen zur Ausstellungseröffnung

Ein vorweggenommener Festakt, mochte manch einer am Sonntag annehmen, denn die Besucher strömten in froher Erwartung in das ehemalige Schulgebäude. Es kamen so viele, dass zusätzliche Stühle herangeschafft werden mussten. Die Laudatio hielt Günter Meier. Der Kunsthistoriker sprach über die Künstlerleben, die in der DDR begannen, sich in ihrem Schaffen treu geblieben sind und am künstlerischen Verhaltenskodex zum Menschen und seinem Verhältnis zur Gesellschaft festhalten.

Der 1945 im heutigen Polen geborene Jan Skuin lernte sein Handwerk bei dem international renommierten Kunstschmied Fritz Kühn und studierte in Berlin Bildhauerei. Jüngere Arbeiten von ihm stehen in der Jubiläumsausstellung, ein älterer Teil seines Lebenswerkes befindet sich im Blankenfelder Skulpturengarten in der Albrecht-Dürer-Straße. Skuins Kunstobjekte, aufgereiht in der Alten Aula, sind Schwergewichte von scheinbarer Leichtigkeit. Es bedarf intensiver Betrachtung, um hinter ihr geheimnisvolles Schweben zu kommen, das sich nicht sofort erschließt und wieder und wieder erkundet werden will.

Maler Roland Paris gratuliert

Der Maler und Kunstprofessor im Ruhestand Ronald Paris gratuliert zum Jubiläum mit dem im Treppenhaus hängenden Stillleben „Zum Erntedank“. Er habe sich zu diesem Bild in einer italienischen Kirche inspirieren lassen, sagte der 83-Jährige. Im unteren Flur hängt der Entwurf zu einem seiner jüngsten Bilder, das sich zur Vernissage noch auf einer Berliner Ausstellung befand. Es heißt „Charons Boote im Mittelmeer“. Charon, eine Gestalt der griechischen Mythologie, bringt nur den über den Fluss ins Totenreich, der die Überfahrt bezahlen kann. Die anderen geistern am Ufer umher.

„Ich habe das Bild im letzten November aus Betroffenheit gemalt“, erläuterte Paris. Das Bild zeigt Menschen, wie sie in höchster Not in überfüllten Booten das Mittelmeer überqueren. Der Fährmann Charon, das sind die Schlepper, die von den Rettung Suchenden zuvor bezahlt werden mussten. Ein Bildthema aus der Menschheitsgeschichte und bittere Metapher zu gegenwärtigen Menschheitsverbrechen, so der Laudator.

Festakt im November

Die Vorsitzende des Kulturvereins Siegrid Sohr wies auf den Festakt zum Jubiläum des Kulturvereins am 1. November hin, ein Tag, an dem Jan Skuin und Ronald Paris ab 16 Uhr den Besuchern für weitere Gespräche zur Verfügung stehen werden. Besucherin Heide Galley nannte die Alte Aula einen Ort der Künste, der die Seele bereichert.

Info: Die Ausstellung ist bis 8. Januar zu sehen.

Von Gudrun Ott

Die Brennerei auf dem Gutshof Genshagen ist seine Leidenschaft: Der Schwabe Heinz Sostak ersteigerte den denkmalgeschützten Backsteinbau auf dem ehemaligen Wirtschaftshof von Schloss Genshagen. Schritt für Schritt will er den alten Gutspark rund um die frühere Rohsprit-Brennerei wieder entstehen lassen.

18.10.2016

Dahme hat seit Kurzem eine Ladestation für E-Bikes. Sie steht vor dem Rathaus in der Hauptstraße. 3500 Euro hat sie gekostet. Das Aufladen ist kostenlos. Weitere Ladestationen könnten folgen.

18.10.2016

Die Deutsche Verkehrswacht Teltow-Fläming hat zwischen dem 12. September und dem 4. Oktober die Geschwindigkeiten von Fahrzeugen gut 250 Meter nach dem Ortseingangsschild Kleinbeeren gemessen. Das Ergebnis: Busse und Lkw halten sich an Tempo 30. Überschreitungen bei den Pkw mit knapp 50 km/h bilden die Ausnahme.

18.10.2016
Anzeige