Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Ronald Unterberger dreht „Veras Mantel“

Filmarbeiten im Jüterboger Wachsmann-Haus Ronald Unterberger dreht „Veras Mantel“

Im Wachsmann-Haus laufen derzeit tags und nachts Dreharbeiten für den Film „Veras Mantel“. Bei einer Spezialführung lernten die Schauspieler neulich den „Geist des Hauses“ kennen, das von Konrad Wachsmann errichtet wurde.

Voriger Artikel
Pferdesteuer im Gespräch
Nächster Artikel
2039 Stunden ehrenamtliche Betreuerarbeit

Leif Evers im Mantel und Charlotte Ullrich auf dem Sofa.

Quelle: Behrendt

Jüterbog. Junge Leute sitzen jetzt oft auf der Mauer vor dem Wachsmann-Haus im Jüterboger Bleichhag. Die Schauspieler haben nur kurze Pausen. Sogar nachts wird ihr Film gedreht. Dann passt die Atmosphäre zur dunklen Seite des Films „Veras Mantel“. Vera fühlt sich gefangen und wird von einem Fan bedroht. Dann taucht im eigenen Haus eine ausgezehrte Frau auf – tatsächlich oder real?

Ihr Ehemann Erik, gespielt von Nico Josef Zitek, ist im Film ein erfolgreicher Architekt, der seine Frau liebt. Doch ist einem gut aussehenden Mann zu trauen? Wie ist es mit Barbara, Veras Verlegerin und Freundin, dargestellt von Charlotte Ullrich? Wenn sie hochkonzentriert vor der Kamera steht und mit Kommissar Korell, verkörpert von Leif Evers, Veras Zustand erörtert, steht die Frage: Wem ist überhaupt zu trauen in diesem Psychothriller? Passt die Einrichtung zu dermaßen erfolgreichen Menschen? 100 Minuten soll die Spannung gehalten werden, bei denen der Zuschauer erfährt, welches Selbstbild ein Superstar von sich aufbaut und welchen Anteil andere daran haben, beispielsweise Veras Mutter, ebenfalls von Charlotte Ullrich verkörpert, die auf mehreren deutschen Bühnen sowie in Innsbruck Theater und in Filmen gespielt hat.

Regisseur und Autor Ronald Unterberger zeigt reale und eingebildete Existenz. Wie es endet, soll nicht verraten werden. Ronald Unterberger möchte den Film auf Festivals zeigen. 26 Drehtage hat er in der Villa in Jüterbog eingeplant.

Um das gesamte Team mit dem genius loci, also dem der Geist des Ortes, vertraut zu machen, reiste Architekt Nils Estrich aus Liechtenstein vor wenigen Tagen an. Er hat dem Filmteam das Haus, das sein Großvater von Konrad Wachsmann hat bauen lassen, kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Schauspieler Nico Josef Zitek hatte schon vorher bedauert, dass wenig Zeit sei, sich etwas in der Stadt oder gar in der Region anzusehen. Deshalb freute er sich, exklusiv etwas über das geschichtsträchtige Haus zu erfahren.

Auch der Kunsthistoriker Karlheinz Nowald, der sich schon intensiv mit dem Gebäude befasst hatte, kam aus Berlin nach Jüterbog. Speziell interessierte er sich für die „Komposition der Fenster auf den Wänden, die man als Bildflächen sehen könnte, auf denen die Öffnungen verteilt sind – jedoch nach welchen Regeln?“ Nils Estrich versprach ihm, Material zu schicken, das er zu den Überlegungen Konrad Wachsmanns gesammelt hat. Am Ende waren Laien und Experten zufrieden, und die Schauspieler konnten nach überzogener Pausenzeit zur Nacht weiterdrehen.

Untergebracht werden sollte das Team zunächst in der einstigen Polizeiwache, die ursprünglich als Amtsgericht erbaut worden war und nun seit Jahren bis auf einen Mieter, der dort einen Online-Bücherhandel betreibt, ungenutzt ist. Die Wache ist aber so spartanisch eingerichtet, dass sie zur Einstimmung auf die Szene dienen könnte, als Vera im Keller ein verborgenes Zimmer samt Tagebuch findet. Doch die Akteure sind zu sehr Schauspielprofis, als dass sie so auf ihre Rollen vorbereiten müssten.

Von Gertraud Behrendt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg