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Teltow-Fläming Über das Schweigen der Pflanzen
Lokales Teltow-Fläming Über das Schweigen der Pflanzen
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00:19 15.07.2018
„Stagione II“ heißt diese Arbeit von Rosika Jankó-Glage, für die sie auch Gaze verwendet hat. Quelle: Karen Grunow
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Glashütte

„Was mich bewegt“ heißt der Titel der neuen Ausstellung in der Galerie Packschuppen im Baruther Museumsdorf Glashütte. Die Künstlerin Rosika Jankó-Glage hat dafür jüngere Arbeiten ausgewählt, in denen sie die Flüchtlingssituation aufgreift oder das Verhältnis des Menschen zu Tieren hinterfragt. Bis zum 29. August werden ihre Werke in der Galerie zu sehen sein.

Gleich zu Beginn wird der Besucher mit ihrer gemalten Version von Rodins berühmtem Denker konfrontiert, daneben das Porträt eines Affen, der – in allzu menschlicher Geste – den Kopf ähnlich auf die Hand stützt wie in Rodins berühmter Bronzeplastik. Dann ein Tanzbär, der Computerhund Aibo, Nashörner. Dazu ein Bild unzähliger zu einer Pyramide aufgeschichteter Stoßzähne und die notierte Erinnerung, dass im April 2016 als Zeichen gegen Wilderei 16 000 beschlagnahmte Stoßzähne in Kenia in Brand gesteckt wurden.

Sie spielt mit Gaze auf Leinwand

Immer wieder gibt es zeichnerische Elemente, Details des Gemäldes, mal thematisch ergänzend, mal fast gedoppelt, als wäre eine Zeichenschablone verrutscht. So absichtsvoll, wie Rosika Jankó-Glage solche zeichnerischen Elemente überlappend über ihre Gemälde legt, so wirkungsvoll ist der Einsatz von Gaze bei anderen Arbeiten.

Rosika Jankó-Glage arbeitet seit 1998 auf dem Künstlerhof Frohnau, gelegen im nördlichen Zipfel Berlins. Hier arbeiten zahlreiche Künstler verschiedener Richtungen, es wird auch mit Drucktechniken gearbeitet, für die unter anderem Gaze verwendet wird. Ist diese vom Einsatz mit Druckerschwärze getränkt, dann findet sie bei Rosika Jankó-Glage weitere Verwendung. Sie verarbeitet sie auf Leinwand, legt Acrylfarben mal drüber, mal drunter.

Dichtung als Inspiration

Der Effekt ist ein faszinierend grafischer: Wie schraffiert sieht jenes dreiteilige Frauenporträt aus, mit dem sie Bezug nimmt auf die polnische Literatur-Nobelpreisträgerin Wisława Szymborska. In „Das Schweigen der Pflanzen“ reflektierte die Dichterin als lyrisches Ich über den Körper ohne Wurzeln. Bei Rosika Jankó-Glage wird daraus das Entdecken, Erleben, das Wahrnehmen der Distanz des Menschen zur ihn umgebenden Natur.

Literatur hatte für die Künstlerin schon immer einen besonderen Stellenwert, ob Verse von Bachmann, Rilke oder Celan. Doch auch Theater und Tanz tauchen in ihren in den vergangenen Jahren wieder deutlich figürlicher gewordenen Bildern auf.

INFO: Bis 29. August, Galerie Packschuppen, Hüttenweg 19, Glashütte, dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr

Von Karen Grunow

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