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Roter Sand trifft grünen Rasen

Altes Lager Roter Sand trifft grünen Rasen

Die Gemeinde Niedergörsdorf plant den Sportkomplex auf dem Gelände der ehemaligen höheren Fliegertechnischen Schule in Altes Lager zu erweitern. Neben dem Fußballverein „Blau-Weiß“ Altes Lager soll auch bald der Jüterboger Tennisclub hier spielen dürfen.

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Noch gehen hier die Bälle ins Netz. Bald schon sollen sie übers Netz geschlagen werden.

Quelle: Isabelle Richter

Altes Lager. Die Sportstätte im ehemaligen Ortsteil Flugplatz wurde in den 1930er Jahren errichtet. Heute ist der Fußballverein „Blau-Weiß“ Altes Lager in dem Stadion zu Hause. Doch schon bald soll er einen Mitnutzer bekommen.

Tennisclub will Bälle schlagen

Der Jüterboger Tennisclub möchte hier in Zukunft seine Bälle schlagen. Der Verein muss seine Anlage am ehemaligen Lok-Stadion in Jüterbog bis Ende 2017 räumen. Das Gelände wurde verkauft, und die Investoren möchten die Fläche als Bauland für Einfamilienhäuser nutzen. Nach dem Verlust ihrer Wettkampfstätte in Jüterbog suchten die Tennissportler deshalb eifrig nach Alternativen. Der Vereinsvorsitzende des TC Jüterbog, Tobias Friedrich, wohnt selbst in der Gemeinde Niedergörsdorf und sprach Bürgermeister Wilfried Rauhut auf einen möglichen Umzug nach Altes Lager an. Dieser reagierte positiv auf den Vorschlag. Denn die Belebung geschichtsträchtiger Objekte läge ihm laut seiner Stellvertreterin sehr am Herzen.

Voraussetzung für den Umzug war unter anderem die Zustimmung der Fußballer. Die gab es am Ende. „Wir erhoffen uns dadurch, dass noch mehr Leben in die Bude kommt. Das ist auch für den Ort eine Chance“, sagte Christian Straußfeld. Der Vorsitzende des „Blau-Weiß“ Altes Lager glaubt zudem, man könne so vielleicht mehr Einbrüche vermeiden. Momentan ist das Gelände oft unbesetzt. Mit den etwa 50 dazugewonnenen Tennisspielern könnte sich das ändern. Trotzdem sagt Christian Staußfeld: „Wir geben hier viel her.“ Eine Nebentrainingsfläche des Fußballclubs soll als Tennisplatz umgebaut werden.

Alle Parteien zufrieden stellen

Die Gemeinde Niedergörsdorf hat deshalb versucht, alle Parteien zufriedenzustellen. Der jetzige Platz, auf dem in Zukunft die Tennisspieler trainieren sollen, wird verlegt und der Stadionplatz neu gestaltet. Eine Beregnungs- und Flutlichtanlage für die Fußballspieler stehen ebenfalls auf der Liste. Das Sporthaus wird saniert und durch Reinigung und Verfugung der Klinkerfassade optisch aufgewertet. Barrierefreie Zugänge zum Haus sind ebenfalls geplant. Darüber hinaus entsteht in dem Haus ein Vereinsraum für den Tennisclub.

Die Maßnahme wird in den Haushaltsplan der Gemeinde Niedergörsdorf für das Jahr 2018 aufgenommen. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 268 500 Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt rund 71 700 Euro. Für die restlichen rund 196 800 Euro werden von der Gemeinde Zuwendungen im Rahmen der Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung und beim Programm Leader beantragt.

Die Gestaltung der Tennisplatzanlage ist darin jedoch nicht enthalten. Dafür ist der Tennisverein selbst verantwortlich. Die Kosten dafür liegen bei 120 000 Euro. Um diese zu stemmen hat der Tennisclub eine Förderung beim Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung beantragt.

2018 ist realistisch

Die Gemeinde hält die Umsetzung des Projekts im Jahr 2018 für realistisch. Auf die Frage, was geschehe, wenn einer Förderung nicht wie geplant zugestimmt werde, antwortete Hauptamtsleiterin Andrea Schütze: „Davon gehen wir erstmal nicht aus. Die Erfolgsaussichten sind sehr gut.“

Auch in Jüterbog wurden Perspektiven über einen Tennisplatz am Rohrteich besprochen. Mit dem Umzug des Jüterboger Tennisvereins nach Altes Lager werden diese jedoch nicht verworfen. Auf MAZ-Nachfrage antwortete Bauamtsleiterin Kira Wenngatz: „Wir behalten die Tennisplätze in der Standortkonzeption für den Sportplatz Rohrteich bei und werden diese Flächen vorhalten, um perspektivisch auch in Jüterbog wieder Tennissport ansiedeln zu können“.

Von Isabelle Richter

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