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Rückenwind für Multienergiekraftwerk

Kreistag unterstützt kommunale Initiative Rückenwind für Multienergiekraftwerk

Ein mit Wind- und Sonnenkraft betriebenes Multienergiekraftwerk (MEK) soll den Stillstand auf dem einstigen Militärgebiet bei Sperenberg beenden. Dafür setzen sich die Anliegergemeinden und ein Industrie-konsortium ein. Damit soll zugleich der Denkmal- und Naturschutz finanziert werden. Der Kreistag von Teltow-Fläming beschloss nun, dieses Vorhaben zu unterstützen.

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Raketenprüfstand der Versuchsstelle Gottow.

Quelle: Förderverein Kummersdorf/Robert Schmidt

Luckenwalde. Mit einer überwältigenden Zustimmung beschloss der Kreistag am Montagabend in Luckenwalde, die kommunale Initiative zur Entwicklung eines Multienergiekraftwerks in Sperenberg (MEKS) zu unterstützen. 40 Kreistagsabgeordnete stimmten dafür und zehn dagegen. Zwei Abgeordnete enthielten sich.

Damit sorgt der Landkreis für politischen Rückenwind für das Vorhaben der Gemeinden Am Mellensee, Nuthe-Urstromtal, Luckenwalde, Ludwigsfelde und Trebbin, auf dem riesigen Areal der ehemaligen Heersversuchsstelle Kummersdorf-Gut eine wirtschaftliche Wertschöpfung zu generieren. Hier soll mit Hilfe eines Industrie- und Wissenschaftskonsortiums Strom, der durch Windkraft und Photovoltaik gewonnen wird, in Wasserstoff umgewandelt und somit gespeichert werden.

Als „Schaufensterpolitik“ bezeichnete Hans-Stefan Edler (AfD) den SPD-Antrag. Er vermisste in der Stellungnahme der Verwaltung, dass mit diesem Projekt gegen Natur- und Denkmalschutzaspekte verstoßen werde.

„Dann haben Sie die Stellungnahme nicht gelesen“, konterte Landrätin Kornelia Wehlan (Linke). Entscheidend sei aber, dass sich das Land Brandenburg als Eigentümer der Fläche dank der kommunalen Initiative Gedanken mache, wie es dort weitergehen soll. Endlich habe man mit einem noch zu bildenden Gremium die Chance, mit Land und Kommunen ins Gespräch zu kommen. Ziel sei es, durch die Öffnung der Liegenschaft eine ausgewogene Nutzung des Areals zu erreichen, mittels derer zugleich Denkmal- und Naturschutzbelange finanziert werden können.

„Wir sind glücklich“, sagte Lutz Lehmann (CDU) aus Sperenberg, „dass wir jemanden gefunden haben, mit dem der Denkmalschutz eine reelle Chance bekommt.“ Dafür seien etwa 150 Millionen Euro nötig, die vom Land nicht zu erwarten seien, wohl aber über die Produktion erneuerbarer Energien. Auch wenn das Land in der Pflicht sei, wäre es doch besser, so Lehmann, es stecke das Geld stattdessen in den Kita-Ausbau.

Von Hartmut F. Reck

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