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Rückschlag überwunden

Wohnungsgesellschaft investiert wieder Rückschlag überwunden

Ilona Friedland ist froh darüber, dass der Altanschließerbeitrag-Schuldenberg bald abgetragen ist. Im Oktober ist es soweit. Dann hat die von ihr geleitete Wohnungs- und Verwaltungsgesellschaft am Mellensee insgesamt rund 280 000 Euro an den Wasserzweckverband KMS gezahlt. Dieses Geld hätte Friedland viel lieber für Sanierung oder Modernisierung ausgegeben.

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Für 800 000 Euro soll dieses Haus in der Klausdorfer Bahnhofstraße 17 saniert werden.

Quelle: Frank Pechhold

Am Mellensee. „Im Oktober sind wir endlich unsere Altanschließer-Beitragsschulden bei dem Wasserzweckverband KMS los“, sagt Ilona Friedland. Rund 280 000 Euro musste die von ihr geleitete Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft am Mellensee (WVaM) dafür seit 2011 aufwenden. Dieses Geld hat für dringende Reparatur- und Sanierungsarbeiten in Wohnhäusern gefehlt.

Von der Gemeinde Am Mellensee übernahm die WVaM vor einigen Jahren zwölf Gewerbeobjekte und 120 Wohnungen. „Die meisten Wohnungen wurden weit vor der Wende, viele sogar vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut“, sagt Geschäftsführerin Friedland. Unter den ausschließlich sanierungsbedürftigen Wohnungen waren 20 unvermietbare. „Damals haben wir es uns zum Ziel gesetzt, alle Wohnungen im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten langsam wieder hoch zu bringen.“

Aber vor vier Jahren erlitt dieses Vorhaben einen herben Rückschlag. Der KMS forderte die ersten Altanschließerbeiträge ein. „Allein 2015 müssen wir 151 000 Euro an den Zweckverband bezahlen“, sagt Ilona Friedland.

Trotz dieser erheblichen finanziellen Belastungen hat es die WVaM geschafft, das neue Rathaus in Klausdorf für 1,3 Millionen Euro zu bauen und ein altes Wohnhaus in der Klausdorfer Bahnhofstraße 6 für 870 000 Euro zu sanieren. „Mehr war beim besten Willen nicht drin“, verweist Friedland auf die jährlichen Netto-Kaltmieten-Einnahmen in Höhe von gerade mal 600 000 Euro.

Hintergrund

Die
Wohnungsbau - und Verwaltungsgesellschaft am Mellensee gehört der Gemeinde und wurde 1994 gegründet.

 

Zum
eigenen Bestand (232  Wohnungen) gehören Quartiere in Sperenberg (79), Klausdorf (49), Saalow (30), Kummersdorf-Gut (27), Rehagen (22), Mellensee (20), Kummersdorf-Alexanderdorf (3) und Gadsdorf (2).


Der
Leerstand liegt zwei Prozent.

„Aktuell sind wir dabei, das Haus in der Klausdorfer Bahnhofstraße 17 komplett frei zu ziehen, damit wir die acht Wohnungen ab dem nächsten Jahr für rund 800 000 Euro sanieren können.“ Beispielsweise gibt die WVaM rund 10 000 Euro dafür aus, um eine andere Wohnung für den letzten noch verbliebenen Mieter herzurichten.

Wie die Wohnungen nach der Sanierung aussehen werden, das steht noch nicht genau fest. „Da sind wir noch am Überlegen“, sagt Friedland. Einerseits dringe Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) immer wieder darauf, mehr bezahlbare Wohnungen für junge Leute zur Verfügung zu stellen, „damit die nicht alle nach Wünsdorf wegziehen“. Andererseits gebe es im Bestand der Wohnungsgesellschaft fast nur zwei- und dreigeschossige Wohnungen. „Wir verfügen bisher nur über vier rollstuhlgerechte Wohnungen.“ Denkbar seien vier altersgerechte Wohnungen und genauso viele Quartiere für junge Leute, so Friedland. „Der Bedarf an solchen Wohnungen ist da.“

Von Frank Pechhold

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