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Teltow-Fläming Rückstau bei Bescheiden für Hort und Kita
Lokales Teltow-Fläming Rückstau bei Bescheiden für Hort und Kita
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06:05 30.09.2017
Personeller Notstand herrscht aktuell in der Kitaverwaltung des Zossener Rathauses. Quelle: Frank Pechhold
Zossen

Einen großen Rückstau bei der Bearbeitung von Kita- und Hortanträgen der Eltern gibt es im Rathaus Zossen. „Der Grund dafür ist ein personeller Totalausfall“, sagte Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B)am Donnerstagabend im Hauptausschuss.

„Es gibt im Schulamt genau eine Vollzeitstelle mit 40 Wochenarbeitsstunden für den Bereich Kitaverwaltung“, sagte Schreiber am Freitag auf MAZ-Anfrage. Das führe im Krankheitsfall dazu, dass viel Arbeit liegen bleibt und später abgearbeitet werden muss. Genau diese Situation sei eingetreten. „Die Mitarbeiterin der Kitaverwaltung ist bis Ende November krank.“ Weil die Arbeit nicht so lange liegen bleiben dürfe, habe sie die im Hauptausschuss dargelegten Maßnahmen ergriffen. Fünf Mitarbeiter aus anderen Bereichen seien von ihr in den vergangenen Wochen eingewiesen und stundenweise in der Kita-Verwaltung eingesetzt worden. Für diese Mitarbeiter bedeute das eine zusätzliche Arbeitsbelastung, weil deren eigentliche Arbeit liegen bleibe und sich dort die Bearbeitungszeiten verlängern. „Und meine Arbeit macht ohnehin kein anderer“, so die Bürgermeisterin. Deshalb habe sie es schlicht und ergreifend nicht geschafft, dem Hauptausschuss die vier Textvorschläge für die Protestpetitionen an die Berliner und Brandenburger Parlamente zum beabsichtigten Bau von Windkraftanlagen in Glienick vorzulegen. Schreiber bat um Verständnis dafür, dass das Schulamt absolute Priorität genieße, „weil es dort richtig brennt“.

Anträge werden nach festgelegten Prioritäten abgearbeitet

Ähnlich brenzlig war die Situation im Sommer 2016, als die langjährige Mitarbeiterin der Kitaverwaltung auf eigenen Wunsch ausschied. Bis eine Nachfolgerin gefunden war, wuchs der Aktenberg an. Das ist nicht verwunderlich. „Wir haben in der Kitaverwaltung circa 1000 Kinder in der ständigen Bearbeitung.“ Schreiber arbeitete damals die neue Mitarbeiterin persönlich ein. Nebenbei habe sie die „übrige“ Arbeit als Bürgermeisterin geleistet und die Abläufe im Schulamt in ordentliche Bahnen gelenkt. „Natürlich geht jedes Elternteil davon aus, dass sein Anliegen das allerwichtigste ist“. Allerdings würden Anträge nicht nach dem Motto „Wer am lautesten schreit, kommt zuerst dran“, sondern nach festgelegten Prioritäten bearbeitet. Zuerst kämen die Verfahren für Kinder dran, die noch keinen Kitaplatz haben, damit deren Eltern wieder arbeiten gehen können. Dann seien die zum Beginn des neuen Schuljahres massiv anfallenden Aufnahmen von Hortkindern zu bewältigen. Anschließend würden die Anträge auf längere Betreuungszeiten in Kitas bearbeitet. Kündigungen und Anträge auf Überprüfung der Elternbeiträge wären zuletzt an der Reihe.

„Alle Kinder, für die Anträge bis einschließlich Anfang August 2017 gestellt wurden, habe ich eine Kita zugewiesen“, so Schreiber. Die Bescheide für alle Aufnahmen im September und Oktober 2017 seien fertiggestellt worden. Dann wären Kitaplatz-Kündigungen und Hortaufnahme-Anträge bearbeitet worden. „Die Aufnahmeanträge konnten nicht vollständig mit Bescheiden bis zum Beginn des Schuljahres abgearbeitet werden.“ Aber alle Eltern hätten bis Mitte August schriftlich die Mitteilung darüber im Briefkasten gehabt, dass ihr Kind in den Hort aufgenommen ist. Die Bescheide sollten bis Ende September versandt sein. Nun werde es circa bis Mitte Oktober dauern. „Dann sind die Anträge auf Erhöhung der Betreuungszeiten und Neuaufnahmen von Kitakindern für November und Dezember dran.“

Von Frank Pechhold

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