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Teltow-Fläming Rüstiges Denkmal wird saniert
Lokales Teltow-Fläming Rüstiges Denkmal wird saniert
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00:37 13.09.2015
Das Haus am Luckenwalder Markt aus dem Jahr 1780 wird für eine Million Euro aufwendig saniert. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

An exponierter Stelle im Luckenwalder Stadtzentrum soll aus einem verfallenen Gebäude ein neues Schmuckstück werden. Der Unternehmensberater Sebastian Baum und seine Frau Tanja Begemann aus Beelitz haben das denkmalgeschützte Haus am Markt 21 gekauft und sanieren es von Grund auf. Das Fachwerkhaus wurde im Jahr 1780 erbaut. Das Obergeschoss ist seit 1986 unbewohnt; im Erdgeschoss hatte bis zum Sommer 2014 die Bäckerei Fincke ihr Domizil. Seitdem steht das Gebäude leer.

„Dafür, dass das Haus vor über 200 Jahren gebaut wurde, ist die Bausubstanz erstaunlich gut“, sagt Sebastian Baum, „wir haben keinen Schwamm im Haus. Trotzdem muss fast alles neu gemacht werden.“ Nach den Auflagen des Denkmalschutzes bleiben Fassade, Dielenfußböden, Türen und einige Öfen erhalten oder werden originalgetreu wiederhergestellt. „Das Haus muss kurz nach seiner Fertigstellung um 40 Zentimeter abgesackt sein, dadurch ist es total windschief“, erklärt der 53-jährige Bauherr. Deshalb muss in dem zweistöckigen Haus die komplette Statik überarbeitet, müssen zusätzliche Fundamente und neue tragende Elemente eingesetzt werden. Zurzeit wird das Haus entkernt; bis zum Winter soll das Dach dicht sein.

Sebastian Baum im Dachstuhl Quelle: Elinor Wenke

Im Erdgeschoss, wo früher Brötchen gebacken und nebenan Drogerieartikel verkauft wurden, sollen wieder Gewerbeflächen für zwei bis drei Nutzer entstehen. „Die Stadt wünscht sich einen Laden für regionale Produkte“, sagt Baum. Außerdem könnte er sich Mieter aus dem Gesundheitssektor vorstellen. „Eine Praxis für Physiotherapie, Ergotherapie oder auch einen Zahnarzt“, schwebt ihm vor.

Im Obergeschoss entstehen drei Wohnungen zwischen 77 und 82 Quadratmetern Fläche – mit Bal-kon, zentraler Gasheizung und zusätzlichen historischen Öfen. „Es werden traumhafte Wohnungen. Eine wird taghell mit Oberlichtern, aber auch die anderen kriegen viel Licht ab“, sagt der gebürtige Wuppertaler. Er schwärmt zudem von der Lage des rund 1000 Quadratmeter großen Grundstücks: „Es geht hinten bis zur Nuthe und man ist mitten in der Stadt.“

Im August 2013 haben die Eheleute die Immobilie gekauft, im Januar 2014 den Bauantrag gestellt. „Es gehört schon Idealismus dazu, so ein altes Haus aufzuarbeiten“, gesteht Baum. Doch er wusste, was auf ihn zukommt. „Wir haben sehr denkmalerfahrene Planer an unserer Seite“, sagt er. Mit der Zusammenarbeit mit der Stadt ist er sehr zufrieden. Dort ist man froh, einen solchen Investor gefunden zu haben. „Das gefährdete Gebäude steht an einer städtebaulich wichtigen Stelle und wird nun wieder mit Leben erfüllt“, sagt Stadtplanungsamtsleiter Peter Mann.

Als Einzel-Denkmal wird das Bauvorhaben mit 400 000 Euro aus dem Programm „Aktive Stadtteil- und Ortszentren“ gefördert. Insgesamt investiert Sebastian Baum eine Million Euro und will in einem Jahr mit dem Bau fertig sein.

 Kontakt: Sebastian Baum,  01 60/97 22 16 09.

Von Elinor Wenke

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