Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Rufbus-Angebot entlang der B102 verlängert

Jüterbog Rufbus-Angebot entlang der B102 verlängert

Das Rufbus-Angebot zwischen Dahme und Jüterbog wird seit seiner Einführung vor zwei Jahren immer stärker genutzt. Auch in den nächsten zwei Jahren sollen die Bürger mit dem Service zum Umsteigen auf den öffentlichen Nahverkehr bewegt werden. Ein Problem gibt es jedoch für die Touristen: Das Ziel Kloster Zinna ist für Besucher, die mit dem Zug anreisen quasi nicht erreichbar.

Voriger Artikel
Mit der historischen Lok zum Fürstentag
Nächster Artikel
Wo in der Region am meisten geblitzt wird

Die Bürger nutzen vermehrt das Rufbus-Angebot.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Das Rufbus-Angebot der AG Niederer Fläming wird vermehrt von Fahrgästen genutzt. Eine Auswertung der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF) hat eine kontinuierliche Steigerung der angemeldeten Kunden und beförderten Fahrgäste seit der Einführung 2014 ergeben. Die Jüterboger Stadtverordneten haben jetzt eine Verlängerung des Angebots bis 2018 beschlossen.

Doch der flexible Service, der von den Kommunen Jüterbog, Niederer Fläming und Dahme im Rahmen eines gemeinsamen Mobilitätskonzepts gemeinsam getragen wird, hat laut Jüterbogs Stadtmarketingbeauftragter Kathrin Burghardt einen Haken: An Wochenenden kommen Touristen nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Kloster Zinna – einem Hauptanziehungspunkt für Besucher. „Ich habe mit Mitarbeitern der Stadtinformation drei Stichproben gemacht. Wir haben uns als Touristen ausgegeben und jedes Mal die Antwort erhalten, dass der Rufbus auf dieser Strecke nicht funktioniert“, berichtete Burghardt im Ausschuss für Stadtmarketing.

Grund ist, dass die Route nach Kloster Zinna im aktuellen Zusatzangebot noch nicht enthalten ist. Nur in einer zweiten, teureren Zusatzvariante würde sich das Problem lösen. Diese müsste jedoch zum einen mit Niederer Fläming und Dahme abgesprochen werden, ein Beschluss ist aber für die Planung des VTF bereits jetzt nötig gewesen. Zudem würde diese Variante die Stadt Jüterbog etwa 10 000 Euro jährlich zusätzlich kosten. So wird der Rufbus nach Kloster Zinna frühestens 2019 realisiert. Kein Trost für Kulturquartierleiter Jens Katterwe: „Wir haben schließlich im nächsten Jahr das Lutherjahr“, sagte er im Stadtmarketingausschuss. Der Landkreis verweist laut Burghardt auf die bestehende Verbindung von Luckenwalde nach Dahme über Kloster Zinna. Doch das Touristen schon in Luckenwalde aus dem Zug und in einen Bus nach Dahme steigen müssen, um in den Jüterboger Ortsteil Kloster Zinna zu kommen, „das kann ich den Touristen nicht vermitteln!“, sagt Kathrin Burghardt.

Selbst das Taxi ist für Touristen keine Lösung. „Meine Erfahrung ist, dass die Taxifahrer die kurzen Wege nach Kloster Zinna oder Grüna ablehnen“, sagt Elvira Göritz, die im Webhaus in Kloster Zinna häufig für Gäste vermitteln muss. Nun soll sich der Verkehrsbeirat mit dem Problem befassen.

Von Peter Degener

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg