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Teltow-Fläming Rufbus-Angebot entlang der B102 verlängert
Lokales Teltow-Fläming Rufbus-Angebot entlang der B102 verlängert
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05:40 01.07.2016
Die Bürger nutzen vermehrt das Rufbus-Angebot. Quelle: Peter Degener
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Jüterbog

Das Rufbus-Angebot der AG Niederer Fläming wird vermehrt von Fahrgästen genutzt. Eine Auswertung der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF) hat eine kontinuierliche Steigerung der angemeldeten Kunden und beförderten Fahrgäste seit der Einführung 2014 ergeben. Die Jüterboger Stadtverordneten haben jetzt eine Verlängerung des Angebots bis 2018 beschlossen.

Doch der flexible Service, der von den Kommunen Jüterbog, Niederer Fläming und Dahme im Rahmen eines gemeinsamen Mobilitätskonzepts gemeinsam getragen wird, hat laut Jüterbogs Stadtmarketingbeauftragter Kathrin Burghardt einen Haken: An Wochenenden kommen Touristen nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Kloster Zinna – einem Hauptanziehungspunkt für Besucher. „Ich habe mit Mitarbeitern der Stadtinformation drei Stichproben gemacht. Wir haben uns als Touristen ausgegeben und jedes Mal die Antwort erhalten, dass der Rufbus auf dieser Strecke nicht funktioniert“, berichtete Burghardt im Ausschuss für Stadtmarketing.

Grund ist, dass die Route nach Kloster Zinna im aktuellen Zusatzangebot noch nicht enthalten ist. Nur in einer zweiten, teureren Zusatzvariante würde sich das Problem lösen. Diese müsste jedoch zum einen mit Niederer Fläming und Dahme abgesprochen werden, ein Beschluss ist aber für die Planung des VTF bereits jetzt nötig gewesen. Zudem würde diese Variante die Stadt Jüterbog etwa 10 000 Euro jährlich zusätzlich kosten. So wird der Rufbus nach Kloster Zinna frühestens 2019 realisiert. Kein Trost für Kulturquartierleiter Jens Katterwe: „Wir haben schließlich im nächsten Jahr das Lutherjahr“, sagte er im Stadtmarketingausschuss. Der Landkreis verweist laut Burghardt auf die bestehende Verbindung von Luckenwalde nach Dahme über Kloster Zinna. Doch das Touristen schon in Luckenwalde aus dem Zug und in einen Bus nach Dahme steigen müssen, um in den Jüterboger Ortsteil Kloster Zinna zu kommen, „das kann ich den Touristen nicht vermitteln!“, sagt Kathrin Burghardt.

Selbst das Taxi ist für Touristen keine Lösung. „Meine Erfahrung ist, dass die Taxifahrer die kurzen Wege nach Kloster Zinna oder Grüna ablehnen“, sagt Elvira Göritz, die im Webhaus in Kloster Zinna häufig für Gäste vermitteln muss. Nun soll sich der Verkehrsbeirat mit dem Problem befassen.

Von Peter Degener

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