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Rufbus bleibt erhalten

Nahverkehr in Nuthe-Urstromtal Rufbus bleibt erhalten

In der Gemeinde Nuthe-Urstromtal war der nach Bedarf bestellbare Rufbus oft umstritten. Doch Verkehrsexperte Dirk Müller hat eine Befragung ausgewertet, wonach die Kunden sehr zufrieden sind, und empfiehlt die Fortsetzung. Nun ist sogar ein zweiter Bus im Gespräch.

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Dirk Müller

Quelle: Margrit Hahn

Ruhlsdorf . Der umstrittene Rufbus in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal wird fortgesetzt und sein Angebot eventuell sogar ausgebaut. Das beschlossen die Gemeindevertreter am Dienstagabend.

Der Rufbus stand seit langem auf den Prüfstand. Die Politiker hatten sich zum Teil recht kritisch über die Weiterführung geäußert, da diese Art der Beförderung ein Zuschussgeschäft ist. Gemeinde und Landkreis zahlen jeweils 25 000 Euro pro Jahr für dieses Projekt. Nun wurde beschlossen, den Rufbus im gesamten Gemeindegebiet in den Jahren 2016 bis 2018 fortzuführen. Inzwischen ist sogar ein zweiter Bus im Gespräch.

Um die Bedürfnisse der Fahrgäste noch besser abstimmen zu können, führte die Verkehrsgellschaft Teltow-Fläming eine Befragung der Rufbus-Kunden durch. „Wir haben 249 Fragebögen versendet und 102 zurück bekommen“, berichtete Verkehrstechnologe Dirk Müller. 90,2 Prozent seien mit dem Angebot zufrieden. Meist werde der Rufbus für Arzttermine oder Krankenhausbesuche genutzt. „Viele, die ihn in Anspruch nehmen, haben entweder kein eigenes Auto oder sehen den Rufbus als günstige Alternative zum eigenen Fahrzeug“, fügt Müller hinzu. Die Kunden wünschten sich, dass sie auch am Wochenende Buchungen vornehmen können und bei eventuellen Zugverspätungen den Rufbus darüber informieren können. Es hat sich in den vergangen Jahren herausgestellt, dass manch gewünschter Fahrtermin nicht berücksichtigt werden kann, weil der Bus zu dieser Zeit bereits im Einsatz ist – ein Grund für einen zweiten Bus.

„Es liegt im Interesse und in der Verantwortung der Gemeinde, diese flexible Beförderungsform im ländlichen Bereich nicht nur zu erhalten, sondern für eine mögliche Nutzung aller Bürger der Gemeinde auch an den Wochentagen auf den östlichen Gemeindebereich auszubauen“, sagte Bürgermeisterin Monika Nestler.

Laut ihrer Mitarbeiterin Christiane Heine bedeutet ein zweiter Bus keine höheren Kosten für die Kommuen. Das zweifelte Gemeindevertreter Thomas Wilk (CDU) an. Doch Heine erklärte: „Das funktionier über Kostenoptimierung und über einen Förderantrag Stadtumland-Wettbewerb.“

Mit Fahrplanwechsel sind einige Veränderung geplant. So soll der Rufbus in Ruhlsdorf an der Arztpraxis halten, wohingegen Buchholz aus dem Angebot gestrichen werden soll.

Von Margrit Hahn

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