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Rundling oder Feuerwehrhaus

Diskussion in Ahrensdorf Rundling oder Feuerwehrhaus

Die Ahrensdorfer möchten, dass der Rundling im Ort erhalten bleibt. Doch wenn die Gemeinde ein Feuerwehr-Mehrzweckgebäude errichten lässt, könnte es mit der Dorfidylle vorbei sein.

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Ortsvorsteher Stefan Scheddin (l.) und Ortswehrführer Matthias Schulze.

Quelle: Margrit Hahn

Ahrensdorf. Eigentlich wollten die Ahrensdorfer nur einen Grillplatz. Jetzt hat die Gemeinde Nuthe-Ur stromtal vorgeschlagen, ein Feuerwehr-Mehrzweckgebäude zu errichten, da es im Ort weder für die Dorfbewohner noch für die Feuerwehrleute ein vernünftiges Domizil gäbe. Die Idee, einen offenen Grillplatz mit Sitzmöglichkeiten und kleiner Überdachung zu errichten, kam Ortsvorsteher Stefan Scheddin im vergangenen Jahr beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Es waren dazu Pläne erarbeitet worden, die der Verwaltung vorgelegt werden sollten. Doch die Gemeinde schlug anstelle des Grillplatzes, ein Feuerwehr-Mehrzweckgebäude vor.

Nachdem die erste Euphorie verflogen war, kamen im Dorf Zweifel auf , ob und wo denn ein solches Objekt errichtet werden sollte. In der Einwohnerversammlung die daraufhin einberufen wurde, stellten die Ahrensdorfer fest, dass sie ihren Rundling, einen der wenigen, den es in der Gemeinde überhaupt noch gibt, dafür nicht hergeben wollen, da der Dorfkern dann nicht mehr wiederzuerkennen wäre. Es wurden verschiedene Vorschläge zusammengetragen, die der Gemeinde Nuthe-Urstromal mitgeteilt wurde. Darunter auch der favorisierte: Am Standpunkt des ehemaligen Feuerwehrturms sollte das Gebäude errichtet werden. Dann könnte der Rundling in seiner ursprünglichen Form erhalten bleiben.

„Seitens der Verwaltung wurde auf die begrenzten finanziellen Mittel verwiesen. Da kein anderes Gemeindeland zur Verfügung stehe, bleibt nur der Dorfplatz“, sagt Ortsvorsteher Stefan Scheddin. Um die Ahrensdorfer in die Entscheidung mit einzubeziehen, verteilte er Abstimmungszettel und bat die Dorfbewohner um deren Meinung. Wobei es nur zwei Möglichkeiten gab „Ja“ zum Bau oder „Nein“, also gar kein Gebäude. Alle Haushalte wurden informiert. Von den insgesamt 107 Abstimmungsberechtigten nahmen 90 Personen teil. Das Ergebnis ist eindeutig: 55 Ja- gegen 35-Nein-Stimmen.

Wehrleiter Matthias Schulze weiß, dass seine Vorgänger auch schon für ein neues Domizil für die Feuerwehr gekämpft haben. Derzeit gibt es 34 Mitglieder in der freiwilligen Feuerwehr. „Ich würde es begrüßen, wenn wir endlich etwas ordentliches bekämen“, allerdings sollte es schon ins Dorf passen“, sagt Schulze. Noch steht allerdings nicht fest, ob es tatsächlich zum Bau kommt. Wie Bürgermeisterin Monika Nestler betont, können gegenwärtig keine weitere Auskünfte erteilt werden, da dazu noch etliche Vorbereitungen getroffen werden müssten.

Sollte es jemals zum Bau kommen, ist Fingerspitzengefühl gefragt ansonsten stünde die Dorfgemeinschaft vor einer Zerreißprobe“, befürchtet Scheddin. Die Ahrensdorfer wollen nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Sie wünschen sich von der Gemeinde wie abgesprochen, eine Beteiligung an den Planungsfortschritten, vor allem aber muss der Standort geklärt werden. „Das Gebäude muss ins Dorf passen, um nicht die Ansicht auf unseren Rundling völlig zu zerstören“, so Scheddin.

Von Margrit Hahn

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