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Rundweg durch die Höllenberge

MAZ-Osterwanderung Rundweg durch die Höllenberge

Die 24. MAZ-Osterwanderung findet am 17. April im „Bergdorf“ Schlenzer im Niederen Fläming statt. Auf den Spuren des Fläminghelden und Vagabunden August Krause führt es die Wanderer durch hochgelegenen Wälder und entlang von Feldern mit tollen Aussichten auf den Fläming. Der Bürgermeister beteiligt sich wegen einer ganz besonderen Erinnerung an der Aktion.

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Dass Schlenzer ein märkisches Bergdorf ist, ahnt man auf dem Anger nicht. Dort wecken aber die ersten Frühblüher die Hoffnung, dass am Ostermontag bestes Wanderwetter herrscht.

Quelle: Uwe Klemens

Schlenzer. Das Dorf Schlenzer im Niederen Fläming wird Schauplatz der 24. MAZ-Osterwanderung. Am Ostermontag, dem 17. April, lädt der Ort Wanderfreunde aus dem ganzen Land ab 10 Uhr zu der traditionellen Veranstaltung ein. „Schlenzer ist der höchstgelegene Ort weit und breit. Wir nennen uns ein Bergdorf, weil unser höchster Punkt am Mühlenberg immerhin auf 143,5 Metern liegt“, sagt Ortsvorsteher Reinhard Siebert. „Wir haben hier eine attraktive Umgebung mit viel Wald und tollen Aussichten auf den Fläming.“

Kein alltägliches Ereignis

In der Gemeindeverwaltung von Niederer Fläming trifft sich Bürgermeister David Kaluza (parteilos) regelmäßig mit seinem Ordnungsamtschef Manuel Wutschke und Cornelia Höse, der Leiterin von Vertrieb/Marketing des MAZ-Regionalverbands. In ihren Händen liegt die Organisation der Tour, zu der bei gutem Wetter mehr als tausend Gäste erwartet werden – kein alltägliches Ereignis für ein 200-Einwohner-Dorf wie Schlenzer.

Vieles ist bereits geklärt. Für Parkplätze und Beschilderung ist gesorgt, auch finden im Wald keine störenden Forstmaßnahmen statt und vor allem ist das Dorf zur Unterstützung aufgerufen und bereit. „Die ganze Dorfgemeinschaft wird bei der Versorgung helfen“, sagt Ortsvorsteher Siebert. „Wir wollen damit auch für das anstehende Jubiläum unserer Feuerwehr werben, die bald 100 Jahre alt wird“, sagt er. Die Schlenzeraner sind mit dem Bereitstellen von Kuchen, Hefeplinsen und Getränken betraut. „Der Gastronom Jürgen Apel und die Gulaschkanone von ,Eckis Suppenküche‘ sind ebenfalls eingeladen“, sagt Cornelia Höse. Auf dem Programm steht ein Auftritt von Jagdhornbläsern und der Sernower Trachtengruppe. Außerdem wird die Höhenlage von Schlenzer während der Wanderung zum Eiertrudeln genutzt.

Das Wichtigste ist die Route

Doch neben Versorgung und Programm ist das Wichtigste an diesem Tag die Route. Mit Brita Hannemann und Cornelia Korb haben gleich zwei erfahrene Wanderleiterinnen aus der Region die Strecke entwickelt. Über knapp zehn Kilometer und auch einige Höhenmeter führt der Rundkurs.

Nachdem der Ortskern hinter den Teilnehmern liegt, geht es hinauf auf den Mühlenberg und in die sogenannten Höllenberge zum alten Forsthaus. Dort zeigt Schlenzer seine romantische und räuberische Geschichte. „August Krause hat hier in einem Versteck seinen Lebensabend verbracht. Das war ein Vagabund, der heute als ,Bastard und Held des Fläming‘ bekannt ist“, erzählt Hannemann. Weiter geht es über das alte Forsthaus, zum Wendenpfuhl und schließlich entlang der Fläming-Skate zurück in den Ort. „Schlenzer ist zu jeder Jahreszeit schön, aber ich hoffe, dass dann der Ginster an den Rändern des Waldes schon erwacht ist“, sagt Cornelia Korb. Es ist ihre Premiere als Wanderleiterin der MAZ-Osterwanderung und zugleich ein Jubiläum als Teilnehmerin. „Wenn ich es zusammenrechne, müsste das meine 10. Osterwanderung mit der MAZ sein“, sagt sie.

Positive Erinnerung

Auch Bürgermeister Kaluza nimmt nicht zum ersten Mal an einer MAZ-Osterwanderung teil. Vor zehn Jahren ging es durch Wiepersdorf, das ebenfalls im Niederen Fläming liegt. Damals war Kaluza noch nicht im Amt, hatte aber als Mitglied eines benachbarten Schützenvereins ein andere Aufgabe. „Märchen waren das große Thema der Wanderung und viele Vereine stellten verschiedene Geschichten dar. Ich stand als Wilhelm Tell auf dem Weg und habe für den Zug der Wanderer einen Apfel nach dem anderen von einer Figur geschossen. Mit der Armbrust natürlich“, erinnert sich Kaluza. „Das ist eine so positive Erinnerung, das wir uns gerne wieder beteiligen“, sagt der Bürgermeister.

Von Peter Degener

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