Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming S-Bahn-Fläche steht zum Verkauf
Lokales Teltow-Fläming S-Bahn-Fläche steht zum Verkauf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:31 21.04.2018
Einst fuhr auf der Brache die S-Bahn nach Berlin. Die Bahn möchte die Fläche am Bahnhof– zum Unverständnis vieler Rangsdorfer – verkaufen. Quelle: Christian Zielke
Anzeige
Rangsdorf

Voraussichtlich im Laufe dieses Jahres wird sich entscheiden, ob eine Verlängerung der S-Bahn nach Rangsdorf realistisch ist. Die Deutsche Bahn versucht derweil auf andere Art Fakten zu schaffen, indem sie das Grundstück, auf dem einst der Rangsdorfer S-Bahnhof stand, zum Verkauf ausschreibt.

Nun will die Gemeinde eine mehr als 5000 Quadratmeter große Fläche zwischen Goethestraße und Lärmschutzwand selbst kaufen. Auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses haben die Mitglieder beschlossen, diese Fläche und ein 1500 Quadratmeter großes Grundstück östlich des Bahnhofs an der Ladestraße zu kaufen. Das Problem: Die benötigten 163 000 Euro soll das Land Brandenburg fördern – zumindest teilweise. Unverständnis herrschte unter den Ausschussmitgliedern, warum das bundeseigene Unternehmen Deutsche Bahn zum jetzigen Zeitpunkt eine Fläche verkauft, die in den Planungen des Landes zumindest eine Chance auf eine Reaktivierung der S-Bahn hat. Bürgermeister Klaus Rocher äußerte sein Unverständnis. „Aus meiner Sicht hätte die Ministerin intervenieren müssen“, sagte er in Richtung von Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD).

Ministerium hält Entscheidung der Bahn für „nicht sinnvoll“

Auf Anfrage der MAZ sagte Ministeriumssprecher Steffen Streu, dass man gegenüber der Bahn deutlich gemacht habe, dass man es nicht als sinnvoll erachte, die Fläche zu verkaufen. Das Ministerium prüfe nun, wie es die Gemeinde unterstützen kann.

Holger Lademann, sachkundiger Einwohner, appellierte an die Gemeinde, diese historische Chance nicht zu vergeben. „Wir sollten nicht den Eindruck erwecken, dass wir das Thema S-Bahn aufgeben.“ Laut Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) habe bereits ein Investor Interesse an der Fläche bekundet, um dort einen Supermarkt zu errichten. „Wir haben nicht ewig Zeit, uns zu entscheiden“, sagte Rocher.

Bahn könnte Grundstück eines Tages zurückkaufen

Aus Sicht von Stephan Wilhelm (SPD) sei das finanzielle Risiko bei einem Quadratmeterpreis von 22 Euro relativ gering. „Wenn wir es jetzt kaufen und die S-Bahn kommt, können wir es mit Gewinn an die Bahn zurück verkaufen oder als Gemeinde selbst entwickeln.“

Bis die S-Bahn eines Tages wieder fährt, könnten auf der Fläche Parkplätze und Fahrradständer stehen. Zudem liegen im Rangsdorfer Rathaus weiterhin Pläne für ein Empfangsgebäude auf der Westseite des Bahnhofs, für das das Land sogar Fördergeld in Aussicht gestellt hat. Rangsdorf kann jedoch den Eigenanteil nicht aufbringen. Um wenigstens das Grundstück zu sichern, müsste das Land auch von seiner bisherigen Förderpraxis abweichen und den Kauf der Fläche nicht mit der Auflage verbinden, dort etwas Dauerhaftes zu bauen.

„Dass die Fläche frei bleibt, ist für Rainer Pannier, den Bisar-Vorsitzenden, entscheidend. „Es ist gut, dass das gelungen ist“, kommentierte Pannier die Entscheidung, „aber es ist ein Kompromiss.“ Jetzt komme darauf an, was das Land macht.

Von Christian Zielke

Beate Busse Bequet und ihr Ehemann Nicholas Bequet führen seit 17 Jahren einen Gnadenhof für Tiere in Sperenberg. Ihr Verein „Tieroase am Regenbogen“ begeht in diesem Jahr zehnjähriges Bestehen. Tiere, die im Gnadenhof ein neues Zuhause gefunden haben, kommen aus Laboren für Tierversuche und Tötungsstationen.

26.05.2017

Ein echter Schriftsteller aus Fleisch und Blut war am Montag in der Blankenfelder Wilhelm-Busch-Schule zu Gast. Die Klasse 5a hatte einen Lesevormittag mit dem Berliner Autor Stephan Hähnel gewonnen. Mit seiner Hilfe sollten die Schüler eine Gruselgeschichte schreiben.

26.05.2017

Der Bock ist das Wahrzeichen Jüterbogs. Die Händler der Stadt haben das Wappentier als weiße Tonfiguren herstellen lassen, damit Kinder sie innerhalb eines Kreativwettbewerbs bunt gestalten. Die Tierchen sollen sowohl die Stadt verzieren, als auch fürs Lindenblütenfest am 11. Juni werben.

26.05.2017
Anzeige