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Teltow-Fläming S-Bahn für Rangsdorf hat gute Chancen
Lokales Teltow-Fläming S-Bahn für Rangsdorf hat gute Chancen
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00:26 04.03.2018
Bis zum Mauerbau 1961 fuhr die S-Bahn bis Rangsdorf. Seitdem wächst Gras über das ehemalige Gleis. Quelle: Christian Zielke
Rangsdorf

Noch im September wollte Clemens Wudel vor dem Europäischen Gerichtshof den Bau der S-Bahn nach Rangsdorf erstreiten, weil die fehlende Verlängerung aus seiner Sicht gegen den Einigungsvertrag verstößt. Von dieser Idee ist der Rangsdorfer abgerückt – zum einen, weil er für seine Klage einen Anwalt bräuchte, zum anderen weil die Politik aus seiner Sicht gar nicht mehr gezwungen werden muss. „Die Dinge sind auf einem guten Weg“, sagt Wudel, der enge Kontakte zur Rolls Royce pflegt.

Rolls Royce will kräftig erweitern

Der Triebwerkshersteller aus Dahlewitz ist der wohl wichtigste Akteur im Hintergrund. In den kommenden Jahren will Rolls Royce sich gewaltig erweitern. Dahlewitz könnte ein großer Profiteur des Brexit sein, wenn das aus Großbritannien stammende Unternehmen künftig Teile seiner Produktion sowie die Forschung und Entwicklung an dem Standort in Brandenburg konzentriert.

Von 20 Zulieferbetrieben ist die Rede, die sich in unmittelbarer Nähe des Werkes ansiedeln sollen. Dafür braucht es nicht nur Platz sondern auch eine gute Verkehrsanbindung. Heute kommen viele der mehr als 2000 Beschäftigten mit dem Auto oder quetschen sich in überfüllte Busse. Künftig könnte das Dahlewitzer Gewerbegebiet einen eigenen S-Bahnhof an der Trasse nach Rangsdorf bekommen.

Blankenfelde-Mahlow braucht ein Stadtentwicklungskonzept

Umsonst ist eine solche Investition nicht. Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow muss ihre Hausaufgaben machen. Auf der heutigen Gemeindevertretersitzung soll ein Schreiben aller Fraktionen an Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) beschlossen werden. Darin verpflichtet sich die Gemeinde, im kommenden Jahr ein sogenanntes integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK) auf den Weg zu bringen, in dem die zukünftige Entwicklung skizziert werden soll und die bisherigen Konzepte zu Klimaschutz, Nahverkehr und Leitbild zusammengefasst werden sollen.

Dies ist eine Vorbedingung des Ministeriums, wenn es über künftige Erweiterungen des Schienennetzes entscheidet. „Ich finde es gut, dass die Gemeinde das macht“, sagte Kathrin Schneider der MAZ. Es sei wichtig, die Entwicklung der Gemeinden so zu steuern, dass die geplante Schienenanbindung gelingt.

Bürgermeister sind zuversichtlich, dass die S-Bahn kommt

Anfang Oktober haben die Länder Berlin und Brandenburg einen gemeinsamen Lenkungskreis gegründet, der sich mit dem Ausbau der Infrastruktur bis 2030 befasst. Darin sind sowohl die S-Bahn-Verlängerung nach Rangsdorf als auch der Bau der Dresdner Bahn enthalten. „Wir wollen Verbesserungen im System. Es geht nicht um das Entweder-oder. Beide Systeme sind nötig“, sagte Kathrin Schneider.

Die Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow und Rangsdorf werden das mit Genugtuung hören. „Die Politik hat gemerkt, dass wir als Wirtschaftsstandort für das Land wichtig sind. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Verlängerung kommt“, sagt Ortwin Baier. Sein Amtskollege Klaus Rocher (FDP) aus Rangsdorf ist ähnlich optimistisch: „Ohne Rolls Royce sähe die Exportbilanz von Brandenburg deutlich schlechter aus.“

Von Christian Zielke

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