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Teltow-Fläming SPD wählt neuen Kreisvorstand
Lokales Teltow-Fläming SPD wählt neuen Kreisvorstand
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00:28 22.03.2018
Erik Stohn, bisher Unterbezirksvorsitzender, begrüßt Brandenburgs Bildungsministerin Britta Stark beim Parteitag der SPD Teltow-Fläming Quelle: Hartmut F. Reck
Luckenwalde

Das jüngste Mitglied der SPD im Landkreis Teltow-Fläming ist seit fast 40 Jahren in der Partei. „Das kommt davon, wenn man schon jung eintritt“, sagte die 57-jährige Britta Ernst. Die neue Bildungsministerin des Landes Brandenburg – und Ehefrau des ehemaligen Hamburger Bürgermeisters und neuen Bundesfinanzministers Olaf Scholz (SPD) – ist kürzlich in den SPD-Ortsverein Rangsdorf gewechselt und stellte sich am Sonnabend beim SPD-Unterbezirksparteitag im Saal der „Goldenen 33“ in Luckenwalde den 50 Delegierten aus dem ganzen Landkreis vor.

Bildungsministerin Britta Ernst stellte sich als neues Mitglied des Unterbezirks vor. Quelle: Hartmut F. Reck

Doch dies war nicht der Anlass für die Einberufung der Delegierten. Es galt vielmehr, einen neuen Unterbezirksvorstand zu wählen. Erik Stohn gab den Vorsitz auf, weil der Landtagsabgeordnete inzwischen zum Generalsekretär der Landes-SPD aufgestiegen ist und als solcher nicht in den Ruch gelangen darf, einen Kreisverband zu bevorzugen. Ihm war es gelungen, Britta Ernst von den Vorzügen des TF-Unterbezirks zu überzeugen.

Der neue SPD-Unterbezirksvorstand Teltow-Fläming mit der Vorsitzenden Bettina Lugk (M.) und ihren Stellvertretern Ulrike Schwenter (r.) und Stefan Jurisch (l.). Nicht im Bild Matthias Grunert. Quelle: Hartmut F. Reck

Als einzige Kandidatin für den Vorsitz trat Bettina Lugk an. Die 36-Jährige ist seit 13 Jahren in der Partei und seit zwölf Jahren in führenden Positionen. Die Geowissenschaftlerin und Verwaltungswirtin ist angestellt in der Bundestagsverwaltung. Lugk ist Vorsitzende der Ludwigsfelder Stadtverordnetenversammlung und Kreistagsabgeordnete. Vor den Delegierten kündigte sie an, sich für ein stärkeres Profil der SPD im Kreis einzusetzen. Sie wurde mit 44 von 50 möglichen Stimmen zur Unterbezirksvorsitzenden gewählt. Als ihre Stellvertreter wurden Stefan Jurisch aus Niedergörsdorf – und dort Bürgermeisterkandidat in diesem Jahr –, Ulrike Schwenter aus Blankenfelde-Mahlow und Matthias Grunert aus Luckenwalde bestimmt.

„Wer Probleme hat, wendet sich an uns und nicht an die Schreihälse“

Stohn bleibt dem Unterbezirk nicht zuletzt wegen seines Wohnsitzes und Wahlkreises erhalten. Zu den Erfolgen hiesiger SPD-Politik zählte er den Gewinn der Rathäuser in Luckenwalde und Großbeeren sowie das Verkehrskonzept samt Plus-Bus von Ludwigsfelde nach Potsdam. „Jetzt tut die CDU so, als wäre es ihre Idee“, ärgerte sich Stohn: „Das ist dreist, zeigt aber auch, dass wir unsere Erfolge offensiv verkaufen müssen.“ Wichtig sei, dass die Menschen die SPD wieder als Kümmerer wahrnehmen. Stohns Hoffnung: „Wenn man ein Problem hat, wendet man sich an die SPD und nicht an die Schreihälse. Wir sind die, die sich kümmern.“

Mehr Selbstvertrauen zeigen

In der Diskussion ging es darum, mehr Selbstvertrauen zu zeigen, und nicht vor den Angriffen „immer populistischer agierender Kräfte“ zu kuschen – ein Seitenhieb auch auf die CDU-Abgeordneten aus TF, Sven Petke und Danny Eichelbaum. Wichtig sei es, so Stohn, sich für das bevorstehende Super-Wahljahr 2019 zu rüsten. Neben Europa-, Kommunal- und Landtagswahlen stehen in Teltow-Fläming auch die Bürgermeisterwahlen in Blankenfelde-Mahlow, Rangsdorf, Zossen und Jüterbog an.

Die SPD im Kreis TF

Die SPD war einmal die stärkste Partei im Landkreis Teltow-Fläming und dominierte die Kreispolitik.

Im aktuellen Kreistag sitzen nur noch 14 Sozialdemokraten von insgesamt 56 Abgeordneten.

Drei Bürgermeister im Kreis stellt die SPD gegenwärtig: in Blankenfelde-Mahlow, Luckenwalde und Ludwigsfelde – und ab dem 1. Juni auch in Großbeeren. 441 Mitglieder zählt die SPD aktuell in ihrem Unterbezirk TF.

Von Hartmut F. Reck

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