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Teltow-Fläming Sachbuch zum Uranprojekt vorgestellt
Lokales Teltow-Fläming Sachbuch zum Uranprojekt vorgestellt
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12:05 04.07.2016
Günter Nagel stellte sein Buch in Wünsdorf vor. Quelle: foto: gudrun ott
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Wünsdorf

Im Museum des Teltow stellte der Autor Günter Nagel am Sonntagnachmittag sein Buch „Das geheime deutsche Uranprojekt 1939 bis 1945. Beute der Alliierten“ vor. Das kleine Museum erlebte einen wahren Ansturm an Besuchern. Das Interesse war so groß, dass die Plätze nicht ausreichten. Die Forschungen des in Potsdam lebenden früheren Juristen basieren auf bisher unbekannten Dokumenten, die in amerikanischen und russischen Archiven lagerten und erst jetzt für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Darin geht es unter anderem um geheime Arbeiten der Abteilung Forschung des Heereswaffenamtes in Kummersdorf.

Dort sollte während des Zweiten Weltkrieges ein Atommeiler entstehen. „Das Vorhaben war streng geheim und ist den Siegermächten erst nach dem Krieg bekannt geworden“, so der Autor, der erstmals Fotos von Mitgliedern der „Alsos“-Aktion der US-Amerikaner beim Sichern von Dokumenten zeigte. 1945, während man in Berlin die Kapitulation vorbereitete, stehen vier Geheimdienstgeneräle und vier hochrangige Kernkraftphysiker vor dem Versuchsstand in Kummersdorf.

Dabei war Marte Previti, ein junger Geheimdienstmann, von dem viele der Fotos stammen. Bilder von einem Uranwürfel wurden damals in einer Zeitschrift in den USA veröffentlicht. Allerdings sei es den Deutschen bis Kriegsende nicht gelungen, eine funktionierende Uranmaschine herzustellen, betonte Günter Nagel. Erich Schumann, Chef des Heereswaffenamtes, hatte angedeutet, dass an einer Urankanone gearbeitet würde. Er suchte den Weg der Kernfusion, da die Kernspaltung nicht möglich war.

Seinen diesbezüglichen Nachlass fand man erst 2004. In Kummersdorf liefen Versuche mit uranummantelten Geschossen. Nach der Buchvorstellung gab es viele Fragen. Jörg Bader, dessen Großmutter im verschwundenen Ort namens Wunder lebte, wies auf abgeworfene Flugblätter hin, von denen die Großmutter berichtet hatte, auf denen stand: Kummersdorf, du kleines Loch, wir finden dich doch.

Von xx

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