Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Saftfabrik produziert seit 125 Jahren

Diedersdorf Saftfabrik produziert seit 125 Jahren

Das Unternehmen A.Dohrn und A.Timm öffnete am Sonnabend zum 125. Betriebsjubiläum seine Pforten in Diedersdorf. Gemüse- und Biosaft sind das Hauptgeschäft des Unternehmens, das bekannte Marken für Edeka oder Rewe herstellt. Täglich werden bis zu 400 000 Saftpackungen befüllt.

Voriger Artikel
Tag der offenen Tür in der Süßmost- und Weinkelterei
Nächster Artikel
Fitness-Spaß und Märchenstunde

200 000 Glasflaschen werden in Diedersdorf täglich abgefüllt.

Quelle: Krischan Orth

Diedersdorf. Am Anfang liegt es klein und flach gefaltet im Karton. Das Päckchen Apfelsaft, wie man es aus dem Supermarktregal kennt, liegt mit tausenden weiteren aneinandergereiht in Warteposition. Von der vollständigen Fertigung bis zum Aufschrauben durch den Kunden liegen zahlreiche Arbeitsschritte.

80 Mitarbeiter arbeiten im Drei-Schicht-System

Das Unternehmen A.Dohrn und A.Timm öffnete am Sonnabend zum 125. Betriebsjubiläum seine Pforten. Gemüse- und Biosaft sind das Hauptgeschäft des Unternehmens, das bekannte Marken für Edeka oder Rewe herstellt. Bei der Produktion geht es besonders laut zu. Mit 100 Dezibel zischen und drehen die Maschinen ihre immer gleichen Runden. 80 Mitarbeiter arbeiten hier im Dreischichtsystem. So können 160 000 Elo- und 240 000 Tetrapacks sowie 200 000 Glasflaschen Wasser täglich abgefüllt werden.

Verpackungen werden bei 260 Grad verschweißt

Die gefalteten Kartons werden maschinell auseinandergeklappt. An dieser Maschine kontrolliert Gerd Sieben den Arbeitsvorgang. In mehreren Arbeitsschritten, die nur Sekunden pro Päckchen betragen, werden die Kartons aufgefaltet, der Verpackungsboden mit einer Temperatur von 260 Grad zugeschweißt. „Die Safttüten sind jetzt noch nicht steril“, erklärt Mitarbeiter Sieben. Der geschweißte Karton kommt in eine Überdruckkammer, um antiseptisch zu werden. Das ist aber nur der erste Schritt der Reinigung. Damit die Tüten wirklich steril sind, tauchen sie ab in Wasserstoffperoxid. Die zusätzliche Bestrahlung mit UV- Licht macht die Tüten bakterienfrei und abfüllbereit.

Frucht- und Gemüsesäfte sind die Spezialität des Unternehmens

Neben Fruchtsäften hat sich Dohrn und Timm besonders auf Gemüsesäfte spezialisiert, und ist in dieser Sparte sogar Marktführer. Das Gemüse für die Säfte kommt dabei aus dem nahen Umland. Vom Acker in die Tüte, schnelle Produktionswege sind wichtig. 25 000 Kilogramm Obst und Gemüse werden in der Saison 2016/17 frisch verarbeitet. Rote Beete, Sellerie, Karotten und Weißkohl bilden die Schwerpunkte. Rund 50 Prozent der Ware kommt aus dem biologischen Anbau. Neu dabei ist der Ansatz, Gemüse und Fruchtsäfte zu mischen.

Alle Wasserflaschen werden automatisch gescannt

Aus Diedersdorf sprudelt aber auch Quellwasser. Unter der Marke „Brandenburger Quell“ landet das Mineralwasser im Regal. In den Sommermonaten werden oft die Glasflaschen knapp, trotz gesetzlicher Regelungen. „In diesem Jahr mussten wir dreimal so viele Wasserflaschen wieder in das System zurückgeben, als eigentlich vorgesehen war“, sagt Mitarbeiterin Antje Gabriel. Die Glasflaschen kommen kästenweise in die Halle, werden gereinigt und vor der Abfüllung auf Schäden überprüft. Dafür ist der Flascheninspektor zuständig - eine Maschine mit Scannfunktion, die jede einzelne Flasche in Sekundenbruchteilen fotografiert und untersucht. Wie das Sprudel in die Flasche kommt, weiß Harry Salewski. „Zunächst wird dem Quellwasser der Sauerstoff entzogen“, erklärt er. Mit unterschiedlichen Stufen regelt er den Gehalt, je nach Still, Medium oder Classic.

Das Unternehmen

Die Firma A. Dohrn und A. Timm wurde 1891 von den Kaufleuten August Dohrn und Albert Timm als Produktions- und Abfüllbetrieb für Wein, Bier und Spirituosen in Hamburg gegründet.

Im Jahr 1991 wurde der „VEB Entsaftung Diedersdorf“ durch die das Unternehmen übernommen.

Der heutige Schwerpunkt des Unternehmens liegt im Anbau und in der Verarbeitung von ökologischen und konventionellen Agrarprodukten zu Gemüse- und Fruchtsäften. Das Unternehmen sieht sich dem nachhaltigen und ressourcenschonenden Anbau von regionalen Produkten verpflichtet.

Die Verarbeitung der Rohware und die Saftproduktion erfolgen ausschließlich in dem Werk in Diedersdorf.

Die Apfelsafttüte hat sich währenddessen unter die anderen tausend gereiht, ist befüllt worden und hat anschließend den Deckel aufgeschweißt bekommen. Danach führt der Weg von Laufband und Lager zum Transport ins Regal: direkt auf den Frühstückstisch.

Von Krischan Orth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Ein neues Geheimdienst-Gesetz steht an: Sollte der BND mehr Befugnisse erhalten?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg