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Saisonauftakt in Wiepersdorf

Kammerkonzert im Schloss Saisonauftakt in Wiepersdorf

Mit einem Auftritt des Artenius Trios wurde die neue Saison im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf fulminant eröffnet, nachdem zuvor die neuen Stipendiaten in entspannter Kaffeerunde über ihre Arbeit vor Ort mit den Besuchern geplaudert hatten.

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Das Artenius Trio trat Wiepersdorfer Schloss zur Saisoneröffnung auf.

Quelle: Karen Grunow

Wiepersdorf. Schöner hätte die neue Saison im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf und mit ihr nun machtvoll und mit erster Blütenpracht auch der Frühling kaum beginnen können: Ein entspannter Sonntagnachmittag mit lockeren Gesprächen beim Kaffee auf der Terrasse, schlendern durch Schloss und Park, schauen, lesen, plaudern. Und lauschen: Denn nachdem die ersten, Anfang März angereisten Stipendiaten des neuen Jahrgangs gern erzählten oder auch zeigten, woran sie derzeit arbeiten, trat das Artenius Trio im Ateliersaal des Schlosses auf und spielte Beethoven, Brahms und ein kurzes Stück von György Kurtag. Ausverkauft war das Konzert zwar, doch der Saal klein. Wie bei einem Hauskonzert, so intim wurde dadurch der Rahmen. Umso unmittelbarer die Musik, für deren Interpretation das 1997 gegründete Trio langen, begeisterten Applaus erhielt.

Auftritt im Ateliersaal

Auftritt im Ateliersaal.

Quelle: Karen Grunow

Dieser Auftritt war zugleich gewissermaßen als Geburtstagsständchen gedacht für die berühmteste der Wiepersdorfer Hausherrinnen: Bettine von Arnim, die am 4. April 1785 geboren worden war. Norbert Baas, der Vorsitzende des veranstaltenden Freundeskreises Schloss Wiepersdorf, kam also nicht umhin, an Bettines Leidenschaft für Beethoven zu erinnern. Als „zerlumpt, aber herrlich in seinem Wesen“ habe sie ihn geschildert. Und Beethovens Verehrung für die bei ihrer ersten Begegnung 1810 noch nicht mit Achim von Arnim Verheiratete beschäftigt bis heute die Forscher.

Es war jedenfalls gut gewählt, Beethovens Klaviertrio in c-Moll op. 1 Nr. 3 als Auftakt darzubieten. Kraftvoll sich steigernd von Satz zu Satz, trotz der ruhigeren Andante-Variationen mittendrin, entstand eine flirrende Leichtigkeit zu Beginn, tief emotional, wild geradezu wurde das Finale. Konzen­triert verdichtet dagegen Kurtags „Varga Bálint Ligaturája“, 2007 verfasst für den Neue-Musik-Spezialisten Bálint András Varga, der dem als scheu geltenden Komponisten Kurtag seit Jahrzehnten verbunden ist.

Der Höhepunkt wurde die Interpretation von Brahms’ ungestümem H-Dur-Trio, wunderbar interpretiert von den Musikern Kleif Carnarius, erster Solocellist im Orchester der Komischen Oper, und Violinistin MikaYonezawa, stellvertretende Konzertmeisterin im selben Orchester, sowie Pianistin Katia Tchemberdji, die auch als Komponistin sehr gefragt ist.

Von Karen Grunow

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