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Teltow-Fläming Salzlager soll in neue Holzhalle einziehen
Lokales Teltow-Fläming Salzlager soll in neue Holzhalle einziehen
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11:24 06.07.2017
Mitarbeiter des Bauhofes befüllen ein Fahrzeug mit Salzlauge. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Dass der städtische Bauhof in Luckenwalde für den Winterdienstaufgaben ein neues Salzlager braucht, ist seit langem unbestritten, nur über das Wie gingen die Meinungen bislang auseinander. Jetzt will die Stadt für den Neubau eines Holz-Salzlagers eine Funktionalausschreibung durchführen. In einem öffentlichen Vergabeverfahren sollen Bewerber die Möglichkeit erhalten, ihre Standardhallen anzubieten. Der Wirtschaftsausschuss stimmte dem Vorhaben jetzt zu.

Zur Lagerung von Sand und Salz nutzt der Bauhof im Grünen Weg seit Jahren ehemalige Gewächshäuser einer früheren Gartenbaugenossenschaft. Diese sind aufgrund ihrer Konstruktion und des Bauzustandes für die Lagerung von Streusalz auf Dauer ungeeignet. Die Gewächshäuser haben keine Bodenplatte. Das Dach aus Kunststoff-Wellplatten ist stark verwittert und hat bereits „Luft nach oben“. Die Beleuchtung ist schwach und die Bewehrung in den Fundamenten rostet durch den jahrelangen Einfluss des aggressiven Salzes.

Prüfung bereits vorhandener Hallen gefordert

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) plädierte von Beginn an für einen Neubau. Stadtverordnete hingegen hatten auf Gewebebrachen verwiesen und angeregt, bereits vorhandene Hallen zu prüfen. „In Betracht kam eine Halle auf einem benachbarten Gelände“, erklärte Herzog-von der Heide. Der Eigentümer wäre bereit, Teilflächen zu verkaufen. Laut Verwaltung übersteigt die Lagerkapazität die notwendigen 1200 Kubikmeter um das Zweieinhalbfache; Kosten für Ankauf und Investition würden bei 300 000 Euro liegen. Zudem müsste die Stahl-Beton-Konstruktion veredelt werden.

Holz als idealer Baustoff

„Als idealer Baustoff für ein Salzlager ist Holz anzusehen“, erklärte Herzog-von der Heide. Deshalb soll nun auf dem Gelände des Bauhofes eine Halle in Holzbauweise errichtet werden. Als Rahmenbedingungen für die Anbieter werden Holzbauweise, Lagerkapazität und Technik vorgegeben sowie eine Statikprüfung und die Ausführungsplanung. Die Kosten für den Neubau auf städtischem Gelände werden auf 190 000 Euro geschätzt.

„Unsere Fraktion hatte ja eine alternative Variantenprüfung gefordert“, sagte Erik Scheidler (Linke), „aber die Argumente für eine Holzvariante sind für mich schlüssig. Wir sollten das Vorhaben unterstützen.“

Von Elinor Wenke

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