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Teltow-Fläming Sammelleidenschaft, die ansteckend ist
Lokales Teltow-Fläming Sammelleidenschaft, die ansteckend ist
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16:27 29.03.2013
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. Auch zu Ostern kommen sie nicht auf den Tisch. Marlis Wiest hat viele Eierbecher von früheren Reisen mitgebracht. „Aber nach Mexiko, Kanada, Kenia oder auch nach Thailand komme ich vermutlich nie wieder“, sagt die 71-Jährige und hütet ihre Schätze wie den sprichwörtlichen Augapfel.

So werden diese Eierbecher nur ab und an vorsichtig abgewaschen und wandern dann zu den anderen Schönheiten zurück ins Regal. Hier stehen sie Seite an Seite mit den Erinnerungsstücken aus England, Kroatien, Marokko und der Schweiz. Die meisten Eierbecher der Sammlerin aber stammen aus Deutschland. Das sind die, die auch benutzt werden. Sie tragen bunte Stadtwappen, malerische Schriftzüge oder ihre Ränder zieren Skulpturen. Und mit jedem Eierbecher verbindet sich für Marlis Wiest eine Geschichte. In der Schweiz zum Beispiel begeisterte sie sich für ein Exemplar mit Kuhkopf. Einmalig! Beim Verlassen des Ladens stürzte sie. Noch im Fallen dachte sie, ich muss dieses seltene Stück retten, ihm darf nichts passieren. Die Prellungen nahm sie in Kauf. Ganze Reisegesellschaften hat die Zossenerin schon mit ihrer Sammelleidenschaft angesteckt. Gemeinsam hielt man auf Märkten, in Kaufhäusern und Kramläden Ausschau. Hier, hier steht einer, rief die Gruppe, als sie in einer marokkanischen Silberschmiede fündig wurde. Für den mit Silberdraht umwundenen Becher bezahlte Marlis Wiest 25 Euro. Wer meint, Eierbecher gäbe es wie Sand am Meer, der irrt. „Wer etwas Besonderes will, muss lange suchen“, weiß die Sammlerin.

Erfunden haben die Eierbecher vermutlich die Römer. Das wohl älteste Exemplar ist auf einem Mosaik abgebildet, das auf die Zeit von 40 vor bis 300 nach Christus datiert wird. Die Germanen legten ihre gekochten Eier einfach in ein Loch im Frühstücksbrett. Spätere Eierbecher aus feinem Porzellan blieben Königen und reichen Kaufleuten vorbehalten.

Dass Marlis Wiest zu sammeln begann, ist dem Zufall geschuldet. Auf ihrem Küchenregal standen nur drei Eierbecher. Dann sah sie einen in Griechenland, der zu den dreien zu passen schien. Nun hatte sie vier Eierbecher in einem Regal, das noch viel Platz bot. Die Idee zum Sammeln war geboren. Inzwischen sind zwei weitere Regale dazugekommen. Und an Kinder, Freunde und Bekannte erging der Auftrag, im Urlaub nach Eierbechern zu suchen.

„Leider habe ich noch niemanden gefunden, der mir aus Australien oder aus China so ein Stück Alltagskultur mitbringen kann“, bedauert die Sammlerin. (Von Gudrun Ott)

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