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Sanierung dringend notwendig

Zu viel Schlamm im Jüterboger Rohrteich Sanierung dringend notwendig

Viel Sonne, hohe Temperaturen und ein hoher Nährstoffgehalt im August ließen die Blutregenalgen im Jüterboger Rohrteich wachsen. Die wiederum verbrauchten den gesamten Sauerstoff. Das dadurch verursachte Fischsterben war deprimierend für den Anglerverein. Nun normalisieren sich die Wasserwerte. Eine gründliche Sanierung des Teiches wäre dringend notwendig.

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Im Rohrteich in Jüterbog haben sich im Sommer wieder die Blutregenalgen vermehrt.

Quelle: Martina Burghardt

Jüterbog. Der Rohrteich in Jüterbog dümpelt seit Jahren vor sich hin. Die Sommersonne, die Hitze und der hohe Nährstoffgehalt haben gerade im August dafür gesorgt, dass sich die Blutregenalge (eine ungiftige Grünalgenart) massenhaft vermehren konnte. Die Algen lassen den Sauerstoff knapp werden, dadurch bildet sich Schwefelwasserstoff. Das stinkt nicht nur, sondern ist auch tödlich für die Fische. „Im August hat unser Gewässerwart null Prozent Sauerstoffgehalt gemessen“, berichtet der Vorsitzende des Anglerortsvereins Uwe Adler.

Inzwischen sieht das Wasser aus wie eine graue Suppe, und das liegt wiederum am Sauerstoff. Der führe „zur Oxidation des Schwefelwasserstoffs und zur vorübergehenden Bildung von Schwefel, der wiederum die Weißfärbung des Wassers verursacht“, erklärt Uwe Strahl vom Umweltamt des Kreises. Er hat auch eine Lösung parat: „Da hilft nur: Stöpsel ziehen und ausbaggern“, oder weniger salopp ausgedrückt: Um die Wasserqualität zu verbessern, wäre eine Entschlammung mit anschließender Umwälzung sowie zusätzlicher Belüftung des Teichwassers nötig.

Der Teich ist 1,20 Meter tief, die Schlammschicht ist mindestens einen halben Meter dick. Immerhin hat sich die Lage offenbar normalisiert, das hat die untere Wasserbehörde bei einer Kontrolle vor zwei Wochen festgestellt. Trotzdem sind die Angler deprimiert. „Unser Traum vom Idyll am Rohrteich für Angler, Skater und Besucher wird nur im Uferbereich zu erzielen sein“, sagt Uwe Adler. „Für die Verbesserung der Wasserqualität brauchen wir professionelle Hilfe.“ Da reicht auch nicht die Unterstützung des Bauhofs, über die die Angler sehr froh sind. „Der Wasserzufluss über den artesischen Brunnen versiegt langsam“, berichtet Uwe Adler, „da müsste sicherlich der Filter erneuert oder gespült werden und es müssten wenigstens zwei Vertiefungen am Gewässergrund entstehen, damit die Fische eine Überlebenschance haben.“

Die untere Wasserbehörde wäre auch mit „einer Streckenbelüftung wie in Schloss- und Karpfenteich zur Reduzierung des Schlamms“ einverstanden, obwohl der hohe Nährstoffgehalt – ein Teil des Problems – nicht genug reduziert werden würde. Tatsächlich hat die Stadtverwaltung eine Fortsetzung der Teichsanierung im Blick. „Wenn das Projekt im Schlosspark im nächsten Jahr erfolgreich abgeschlossen ist, können wir hoffentlich ein weiteres Vorhaben in Angriff nehmen“, erklärt Bürgermeister Arne Raue (parteilos). Auch andere Teiche, zum Beispiel an der Tränke, hätten dringenden Sanierungsbedarf.

Von Martina Burghardt

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