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Sanierungsstart am Boulevard

Luckenwalder City als Großbaustelle Sanierungsstart am Boulevard

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog- von der Heide kletterte am Montag in den Bagger und nahm damit den symbolischen ersten „Spatenstich“ zur Sanierung des Boulevards vor. Ende 2017 sollen die Bauarbeiten an der Luckenwalder Einkaufsmeile abgeschlossen sein.

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Erste Baggerschaufel – von Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD)

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Beherzt kletterte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog- von der Heide am Montag in den 16-Tonner, griff an die Hebel und baggerte los. „Ich kann Ihnen versichern, dass der Rest der Baustelle von Profis gemacht wird“, sagte sie lachend vom Sitz des Maschinenführers aus. Das war der offizielle Auftakt zur Sanierung des Luckenwalder Boulevards.

„Das ist eine Operation am offenen Herzen. Doch sie ist nötig, um die gute Stube der Stadt auf einen angemessenen Standard zu halten“, fügte die Bürgermeisterin hinzu. Vor fünf Jahren war eine Befragung der Luckenwalder vorgenommen worden, wie sie sich den Boulevard wünschen. 1000 Bürger hatten daran teilgenommen. „Letztendlich war die Entscheidung des Denkmalschutzes sehr hilfreich“, sagte Herzog-von der Heide. Die gemeinsame Baumaßnahme der Stadt und der Nuthe Wasser- und Abwassergesellschaft erfolgt in mehrere Etappen. Begonnen wird an der Ecke Theaterstraße/Lämmergasse mit der Verlegung von Abwasserleitungen. Drei Meter tief wird gebuddelt, jede Leitung ausgewechselt.

Der Parkplatz in der Theaterstraße ist dicht. Inzwischen wurden auch einige Pflastersteine und Platten entfernt und der Bereich weiträumig für den Fußgängerverkehr gesperrt. Die Steine stammen vom einstigen Luckenwalder Betonwerk Papke und werden auf dem Bauhof gelagert.

Insgesamt kostet die Sanierung 1,9 Millionen Euro. 1,55  Millionen muss die Stadt aufbringen, wobei Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm Aktive Stadtzentren fließen, so dass die Stadt einen Eigenanteil von 500 000 Euro und die Nuwab von 388 800 Euro aufbringen muss.

Elisbaeth Herzog-von der Heide in der Bagger-Kanzel

Elisbaeth Herzog-von der Heide in der Bagger-Kanzel.

Quelle: Margrit Hahn

Wie Elisabeth Herzog-von der Heide mitteilte, erhielt sie vor kurzem einen handgeschriebenen Brief von einer alten Dame, die 1929 in Luckenwalde geboren wurde und nach langer Zeit wieder in die Heimat zurückgekehrt ist. Sie schrieb, dass sich so viel in der Stadt verändert habe und dass sie bereit sei, 100 Euro für die Sanierung des Kariedelbrunnens beizusteuern. „Das ist gut gemeint. Es ist aber nicht nur der Kariedelbrunnen, der neu gemacht werden muss“, sagte die Bürgermeisterin.

Sie bittet die Luckenwalder trotz Baumaßnahme in der Innenstadt einzukaufen. „Um es mit der OP am offenen Herzen zu vergleichen: Die Vitalität muss erhalten bleiben“, sagte sie.

Hintergrund

Bevor es an die Oberflächengestaltung der Breiten Straße geht, werden die Leitungen erneuert. Ferner wird ein Leerrohrsystem zur Stromversorgung bei Festveranstaltungen verlegt.

Bei den Hausanschlüssen wird erst die neuen Leitung angeschlossen und dann die alten ausgebaut. Kurzzeitige Unterbrechungen in Strom- und Wasserversorgung sind zu möglich.

Die Gestaltung des Boulevards erfolgt mit großformatigen Betonplatten. Die Anbindung an die Gebäude soll geringfügig so verändert werden, dass anschließend möglichst viele Eingänge barrierefrei sind.

In einer Bürgerversammlung am 29. Oktober um 19 Uhr im Kreishaus, Am Nuthefließ 2, werden die Arbeiten und Planungen erläutert.

Die Baumaßnahme dauert voraussichtlich bis Ende 2017. Der erste Bauabschnitt umfasst die südöstliche Seite des Boulevard und beginnt mit dem Abschnitt zwischen Theater- und Dahmer Straße. Im nächsten Jahr folgt nach derzeitigem Planungsstand die nordwestliche Boulevardseite (Rathausseite). Mit der Baudurchführung wurde als Hauptauftragnehmer die Firma Eurovia beauftragt. Ein Archäologenbüro wird die Baumaßnahme begleiten.

Von Margrit Hahn

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