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Sanitäter machen Schule

Dabendorf Sanitäter machen Schule

Schulsanitäter werden künftig auch in Dabendorf ausgebildet. Dabei wollen die Gesamtschule „Geschwister Scholl“ und der DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald zusammen arbeiten. Vorgesehen ist, eine Arbeitsgemeinschaft anzubieten, in der Mädchen und Jungen freiwillig mitmachen können.

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Startschuss für Schulsanitätsdienst: Ralf Wroblewski, Katrin Konrad, Dirk Zobywalski, Andrea Schmidt, Harald-Albert Swik (v.l.).

Quelle: foto: F. Pechhold

Dabendorf. In Dabendorf werden Schulsanitäter ausgebildet. Partner sind der DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald und die Gesamtschule „Geschwister Scholl“. Dienstag unterzeichneten der DRK-Kreisverbandsvorsitzende Harald-Albert Swik und Schulleiter Dirk Zobywalski eine Kooperationsvereinbarung.

„Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt“, so Zobywalski. Lehrerin Andrea Schmidt baut die Arbeitsgemeinschaft „Schulsanitätsdienst“ auf. Dafür können sich Mädchen und Jungen freiwillig melden. Bei der Ausbildung wird Schmidt von Jugendrotkreuz-Koordinator Ralf Wroblewski unterstützt. Er gibt einen Grundkurs in Erster Hilfe. Wroblewski zufolge bilde man die Schulsanitäter wie Ersthelfer aus, die ihren Führerschein machen: vom Pflaster kleben über stabile Seitenlage bis zur Wiederbelebung. „Das volle Programm.“ Bestandteil der Ausbildung sind Telefonate mit einer nachgestellten Notrufzentrale, damit die jungen Leute im Ernstfall keine Scheu davor haben, schnell per Handy Hilfe zu holen. Weiter steht für das Training von Atemspende und Herz-Druck-Massage ein menschliches Modell zur Verfügung, das dank vieler Leserspenden im Rahmen der weihnachtlichen MAZ-Sterntaler-Aktion gekauft werden konnte. Das Modell kommt überall dort zum Einsatz, wo es Schulsanitäter gibt: in der Kleeblatt-Grundschule Ludwigsfelde, der Herderschule Königs Wusterhausen, der Grundschule Trebbin, der Paul-Maar-Grundschule Schönefeld und nun auch in der Geschwister-Scholl-Schule Dabendorf.

Ausgestatteter und gemalerter Raum als fester Anlaufpunkt fehlt noch

„Der Schulsanitätsdienst ist eine Bereicherung für uns“, sagt Lehrerin Katrin Konrad. Fast 800 Schüler besuchen die Bildungsstätte. Bei Schul- und Sportfesten, Ausflügen und in der Hofpause kann sich schnell mal jemand weh tun oder ernsthaft verletzen. In solchen Situationen übernehmen Schulsanitäter Verantwortung für Mitschüler. Sie sind bei Unfällen in der Schule als erste zur Stelle, leisten Erste Hilfe, informieren wenn nötig Lehrer, Schulleitung, Rettungsdienst. „Das sind wichtige Aufgaben, die Wissen und Einfühlungsvermögen, aber auch Selbstbewusstsein und Teamarbeit erfordern“, sagt Ralf Wroblewski.

Was noch fehlt, ist ein fester Anlaufpunkt für Sanitäter und Schüler. „Wir möchten ein Zimmer so gestalten, dass es in den Pausen nach einem festen Einsatzplan mit Schulsanitätern besetzt ist“, sagt Andrea Schmidt. „Ein Raum ist vorhanden. Er müsste nur gemalert und mit einer Liege sowie Schränken ausgestattet werden“, so Schulleiter Dirk Zobywalski. Weil dies Sache der Stadt Zossen als Schulträger sei, wolle er darüber Donnerstag mit Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) sprechen.

Von Frank Pechhold

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