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Teltow-Fläming Satirisches Stück über Altenpflege
Lokales Teltow-Fläming Satirisches Stück über Altenpflege
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13:00 19.02.2018
Geburtstagsfeier im Seniorenheim. Quelle: Antonia Engel
Luckenwalde

„Immer, wenn jemand stirbt, fühle ich mich danach für eine halbe Woche unsterblich!“, sagt Meggie und seufzt. Sie ist Pflegerin in einem Altersheim, in dem die Uhr stets fünf vor zwölf und das Notausgangsschild in den Himmel zeigt. Es war die Kulisse für das satirische Theaterstück „Alles ahoi da oben, Frau Thormann?“, das der älteste Jahrgang des Friedrich-Gymnasiums Luckenwalde am Mittwochabend in der voll besetzten Aula präsentierte.

Makabre Inszenierung zu Alter und Tod

Es war ein Stück über Senioren in einem Altersheim und ihre zwei Pflegerinnen, bei denen man nicht wusste, welche von beiden makaberer war. Sie interpretierten dabei ihren Beruf jammernd und meckernd neu. So wurde etwa die alte und sehr schwache Frau Thormann mit „Würde“ in den Tod begleitet, indem man sie vorher zurecht machte um sie dann wie eine der eingerahmten Ikonen an den Wänden, auf einem Sofa drapiert mit Strom in den Schlaf schickte.

Humorvoll und elegant machten die Schüler somit ein Tabuthema salonfähig, auch, wenn sie sich selbst etwas anderes vorgestellt hatten. Am anstrengendsten waren die siebenstündigen Proben in den Tagen zuvor, in denen die Darsteller sogar vom Unterricht freigestellt wurden.

Arbeitskräftemangel in der Pflege thematisiert

Dass das Stück thematisch nicht jeden Geschmack trifft, war der Spielleiterin Gabriela Ulrich bewusst. Für sie ist das Thema jedoch nicht nur sehr aktuell, sondern zeigte auch ein Problem, das gern schnell unter den Teppich gekehrt wird: den Arbeitskräftemangel in der Pflegebranche. Dabei betrifft dies Menschen aller Generationen, denn jeder kann sich darauf verlassen, einmal alt zu werden. Und wer möchte denn schon würdelos sterben?

Das Interesse an diesem Thema ist viel zu gering, was unverständlich ist, wenn man sich einmal die Alterspyramide von Deutschland anschaut.

Zwar verließ das Publikum mit gemischten Gefühlen den Raum, jedoch nicht ohne den Darstellern noch ein großes Lob auszusprechen. Und auch Ulrich selbst lobt ihre Schüler enorm. Sie hätten nicht nur hervorragend gespielt, sie sind auch noch „in der Premiere über sich hinausgewachsen!“.

Von Antonia Engel

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