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Teltow-Fläming Schädling bedroht Kiefernwälder
Lokales Teltow-Fläming Schädling bedroht Kiefernwälder
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00:26 30.03.2018
Die Forleulen-Raupe. Quelle: foto: Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde
Jüterbog

Hinter dem Namen „Forleule“ versteckt sich ein Insekt, das derzeit die Wälder im Bereich der Oberförsterei Jüterbog bedroht.

Eine routinemäßige Winterbodensuche Ende vergangenen Jahres deutete darauf hin, dass den Wäldern durch das vermehrte Vorkommen des Insekts schon bald ein massiver Kahlfraß droht.

Aktuell finden deshalb intensive Überwachungen in Teilen der Gemeinden Niedergörsdorf, Niederer Fläming, Ihlow, Dahmetal sowie der Stadt Dahme statt.

Mildere Temperaturen könnten das Problem lösen

Bei der Forleule handelt es sich um einen Kieferngroßschädling. Die etwa 1,6 Zentimeter großen Puppen überwintern im Bodenstreu. „Temperaturen um die zehn Grad sind für sie optimal“, erläutert Stephan Thrun.

Der Förster aus Jüterbog berichtet, dass eine Massenvermehrung des Insekts zu bestandsbedrohenden Schäden führen kann. Noch bevor die Kiefernnadeln Knospen entwickeln, frisst die Forleulen-Raupe sie ab – es folgt das Absterben des Baumes.

Würden die Temperaturen in den kommenden Tagen weiter ansteigen, könnte sich das Problem ganz von selbst lösen, denn „Temperaturen um die 20 Grad mögen sie nicht“, berichtet Stephan Thrun. „Es kann schnell passieren, dass die Population dann zusammenbricht“, so der Funktionsförster weiter.

Waldeigentümer werden per Post informiert

Steigen die Temperaturen hingegen nicht weiter an, müsse schnellstens ein Insektizideinsatz mit Hubschraubern durchgeführt werden.

Die Vorbereitungen laufen bereits, denn sobald die Insekten schlüpfen, wird die Zeit knapp. Die Kosten für die Überwachung der Insekten und die Vorbereitungen für den Hubschraubereinsatz trägt das Land Brandenburg.

Für den tatsächlichen Hubschraubereinsatz müssten die Waldeigentümer jedoch selbst aufkommen. „Erfahrungsgemäß liegen die Kosten in etwa bei 85 Euro pro Hektar“, sagt Stephan Thrun.

Sollte es wirklich zu dem Sprühverfahren kommen, werden die Eigentümer rechtzeitig per Post benachrichtigt.

Insektizideinsatz als letztes Mittel

Stephan Thrun weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei solch einem Einsatz um „das letzte Mittel“ handelt. Denn die Schädlingsbekämpfung sei ein drastischer Eingriff in das Ökosystem, bei dem auch andere Insektenarten getötet werden.

Trotz des Risikos gebe es laut Stephan Thrun Studien, die zeigen, dass eine Wiederbesiedlung danach „relativ schnell“ wieder erfolgt.

Zahlen zeigen deutliche Vermehrung

In welchem Umfang sich die For­leule vermehrt hat, verdeutlicht der Funktionsförster anhand von eindrucksvollen Zahlen.

Demnach befänden sich fünf der Insekten pro Quadratmeter noch im normalen Rahmen. In den gefährdeten Bereichen kommt die Forleule zurzeit 30 bis 40 Mal vor. „In den Spitzengebieten sind wir sogar bei 90“, berichtet Thrun.

In Mischwäldern können sich solche Schädlinge laut Thrun nicht so massiv ausbreiten. Verschiedene Laubholzarten in den Wäldern würden nämlich genügend Gegenspieler für die gefräßigen Insekten hervorbringen.

Von Isabelle Richter

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