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Teltow-Fläming Schankrecht an fünfte Generation gegeben
Lokales Teltow-Fläming Schankrecht an fünfte Generation gegeben
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00:17 01.02.2016
Dietrich und Erdmute Ulrich gaben zum Jahreswechsel die Leitung von Gasthof und Pension „Zum Löwen“ an Sohn Karsten. Quelle: Jutta Abromeit
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Löwenbruch

Äußerlich ist beim Gasthaus „Zum Löwen“ im Ludwigsfelder Ortsteil Löwenbruch alles beim alten. Doch im Haus hat sich mit dem Jahreswechsel viel geändert: Inhaberin Erdmute Ulrich und ihr Mann, der Angestellte Dietrich Ulrich, gaben die Leitung von Gasthof und Pension an ihren einzigen Sohn Karsten weiter. Der bekennt sich voller Elan dazu, das Haus in fünfter Generation weiterzuführen. „Als Kind schon wollte ich erst Koch werden, dann Musiker, und dann den Gasthof von den Eltern übernehmen, kochen und Musik machen...“ Der 40-Jährige lacht. „Bis auf die Musik hat ja alles schon geklappt.“

Nach dem Abitur wurde er tatsächlich Koch, leitete die Sterne-Küche im „Esplanade“ Berlin, bevor er in den elterlichen Betrieb kam. „Und jetzt konnte ich einen Kollegen gewinnen, mit dem ich 13 Jahre lang gemeinsam gekocht hatte“, erzählt Ulrich junior. Zusammen mit dem langjährigen Küchenchef Lars Wagner könne die Küche nun alles – sowohl die traditionellen Erfolgsrezepte des Hauses wie Roulade mit Rotkohl und Klößen fortführen als auch modernes Fingerfood.

Um die Wette erzählen die drei Ulrichs, wie der frühere Gastwirt Bodo Thiemes, der Vater von Ermute Ulrich, den Hof nach dem Zweiten Weltkrieg und seiner Gefangenschaft 1949 wieder eröffnete. Die Seniorchefin erinnert sich: „Das Kuriose dabei: Die ersten Gäste damals waren Dietrichs Eltern, die hier die Getränke für ihre Hochzeit bestellten.“ Dass die Kinder später mal heiraten und den Hof übernehmen würden, stand da noch in den Sternen. Zur Währungsunion 1990 kündigte Bodo Thiemes alle Lieferverträge und meldete das Gewerbe ab, sein Tochter Erdmute meldete alles als Einzelunternehmerin neu an. „So haben wir es jetzt mit unserem Sohn auch gemacht, die Fußstapfenmethode“, erzählt sie.

Dass beim „Löwenwirt“ seit 1887 Bier ausgeschenkt wird, als Hermann Mielitz die Schankgenehmigung von den Knesebecks gekauft hatte, dafür gibt es keinen direkten Beweis. Das einzige Stück, mit dem das Gründungsjahr belegt werden kann, ist eine Jubiläumstafel der Berliner Gastwirte-Innung. „Die bekam mein Urgroßvater 1937 zum 50. Gründungstag. Also kann es nicht anders gewesen sein“, erzählt Erdmute Ulrich.

Einen symbolischen Riesenschlüssel hatten die Ulrichs übrigens bereits zur Silvesterfeier um Mitternacht übergeben. „Aber im Sommer feiern wir die Übergabe bei einem Hoffest mit Lieferanten und Stammgästen noch richtig“, sagt die Ex-Chefin. Sie will die Pension noch ein wenig weiterführen. Das heißt: um 5 Uhr Frühstück zubereiten. Später, hofft sie, bleibt mehr Zeit für ihre Leidenschaft, das Basteln und Dekorieren. Ihr Mann, nebenbei auch Feuerwehrmann, jahrzehntelang Gemeindevertreter und Ortsvorsteher sowie bis heute Kirchenältester, verspricht: „Nächstes Jahr fahren wir länger in den Urlaub als ein paar Tage!“ Neben den Eltern und den zwei Köchen gehören zwei Azubis und eine Service-Kraft zum Team. Einen Erfolgsgrundsatz der Gastwirt-Familie führt auch Karsten Ulrich fort: „Die Wirtsleute müssen bei den Gästen sein.“

Von Jutta Abromeit

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