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Schau zum Flugplatz Jüterbog-Damm eröffnet

Jüterbog Schau zum Flugplatz Jüterbog-Damm eröffnet

Die Ausstellung „100  Jahre Flugplatz Jüterbog-Damm“ ist am Freitag um 10 Uhr im Kulturquartier in Jüterbog eröffnet worden. Es ist eine dokumentarische Schau mit Plakaten. Vorbereitet und betreut wird sie von Markus Hennen vom Ingenieurbüro Bruckbauer & Hennen.

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Markus Hennen mit einem der Plakate zur 100-jährigen Damm-Geschichte.

Quelle: H.-Dieter Kunze

Jüterbog. Im Rahmen des Konversionssommers 2016 im Land Brandenburg wird am heutigen Freitag um 10 Uhr im Kulturquartier Mönchenkloster eine thematische Sonderausstellung zur 100-jährigen Geschichte des ehemaligen Militärflugplatzes Jüterbog-Damm eröffnet. Es ist eine dokumentarische Schau mit Plakaten. Vorbereitet und betreut wird sie von Markus Hennen vom Ingenieurbüro Bruckbauer & Hennen. Seit vielen Jahren befasst er sich mit dem Thema Konversion, speziell im Land Brandenburg. „Das ist ein sehr interessantes und spannendes Thema. Es fasziniert mich seit 1993“, sagte er im Gespräch mit der MAZ.

Von allen Bundesländern ist Brandenburg am stärksten von der Konversion betroffen. 235 000 Hektar, das sind fast acht Prozent, sind durch ehemalige militärische Liegenschaften der Sowjet- und GUS-Truppen, der Nationalen Volksarmee und anderer bewaffneter Organe der DDR belastet. In geringem Umfang wurden und werden sie von der Bundeswehr genutzt. „Möglichst viele Flächen einer zivilen Nutzung zuzuführen, das ist das Grundanliegen der Konversion“, erläutert Hennen.

Der Flugplatz Jüterbog-Damm ist dabei nur kleiner Mosaikstein. Seine Geschichte spiegelt jedoch die Breite der Thematik wider. Denn die Geschichte der Militärfliegerei ist eng mit der Entwicklung der Artillerie verbunden; als die Geschütze immer weiter schossen, die Treffer aber vom Boden nicht mehr geortet werden konnten. Anfangs wurden Fesselballone aufgelassen, später erfolgte die Beobachtung von Flugzeugen aus. Jüterbog war ein großer Standort von Artillerie und entsprechenden Schießschulen. Neue Geschütze wurden hier noch vor dem Ersten Weltkrieg getestet, demzufolge musste sich das Flugwesen entwickeln. Jüterbog war einer der ersten Flugplätze. Der Jüterboger Ortschronist Henrik Schulze bezeichnet folgerichtig Jüterbog als „Wiege der Militärluftfahrt.“

Der neue Flugplatz Damm stand ab 1917 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zur Verfügung. Es entstanden zehn Hangars, ein Offizierskasino sowie diverse Wohn- und Funkbaracken. Gemäß den Bestimmungen des Versailler Vertrages wurden hier vor allem Flugzeuge zerlegt und Motoren unbrauchbar gemacht.

Erst ab 1933 begann mit der Wiederaufrüstung eine erneute militärische Nutzung. Nach Kriegsende 1945 übernahmen ihn die Sowjetstreitkräfte. Nach dem Abzug der Truppen ab 1991 blieb er bis heute ungenutzt und verfällt zusehends. Das Betreten ist aus Sicherheitsgründen untersagt.

Die Ausstellung zur Geschichte dieses Standortes kann bis 30. September dieses Jahres besichtigt werden.

Von H.-Dieter Kunze

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