Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Schläger muss acht Monate hinter Gitter

Luckenwalde Schläger muss acht Monate hinter Gitter

Dass er einem Nachbarn ohne erkennbaren Grund mit einem Teppichklopfer ins Gesicht geschlagen hatte, muss Stephan K. nun mit Freiheitsentzug bezahlen. Das Amtsgericht Luckenwalde verurteilte den mehrfach Vorbestraften am Montag wegen gefährlicher Körperverletzung zu acht Monaten Gefängnis.

Voriger Artikel
Ende in Sicht
Nächster Artikel
Wenig Minijobber in der Region

Das Amtsgericht in Luckenwalde.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Stephan K. saß nicht zum ersten Mal auf der Anklagebank, als er sich am Montag vor dem Amtsgericht Luckenwalde wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten musste – und erneut wandert er deswegen hinter Gitter. Mit einem Teppichklopfer war der Luckenwalder im Mai im Wohngebiet Burg auf einen 23-jährigen Nachbarn losgegangen und hatte ihn damit ins Gesicht geschlagen. Das Opfer trug Schwellungen und Abschürfungen am Jochbein und an der Nase davon.

Der Angeklagte streitet die Tat nicht ab. Doch während das Opfer als Zeuge erklärt, dass die Attacke ohne erkennbaren Grund und wie aus heiterem Himmel kam, sieht K. die Sache anders. Er habe mit der Mutter des Geschädigten eine verbale Auseinandersetzung gehabt, als der junge Mann dazukam. „Der kam auf mich zu, als wollte er mir eine verpassen, da habe ich mich gewehrt“, berichtet K., um dann einzuräumen: „Es war eine Handlung im Affekt und großer Mist.“

Langes Vorstrafenregister

Wirkliche Reue zeigt er aber nicht. Mit den damaligen Nachbarn hatte es im Vorfeld immer wieder Auseinandersetzungen gegeben. Mehrmals war die Schwester des Opfers ausgebüxt und immer wieder suchte die Polizei die Vermisste auch in K.s Wohnung, weil sie einmal dort angetroffen worden war. „Ich sprach mit der Mutter, dass sie uns endlich in Ruhe lassen sollen“, berichtet der Angeklagte, „als der Sohn dazukam.“

Auch wenn zum genauen Tathergang Aussage gegen Aussage steht, ist es nach Ansicht des Staatsanwaltes kaum vorstellbar, dass sich der Angeklagte vor dem eher schmächtigen Opfer hätte fürchten müssen. „Was ihm aber richtig auf die Füße fällt, ist sein Vorstrafenregister“, so der Staatsanwalt. 20 Einträge im Bundeszentralregister stehen zu Buche – unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Diebstahls, Nötigung oder gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Zudem verbüßte er gerade eine Bewährungsstrafe.

Anwältin forderte Bewährungsstrafe

Der Forderung der Anklage von sechs Monaten Gefängnis setzte die Richterin noch eins drauf: „Acht Monate Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung und Bewährungsversagens“. Dieses Urteil konnte auch das Plädoyer der Anwältin nicht verhindern. Sie hatte eine Bewährungsstrafe gefordert, weil ihr Mandat inzwischen „sein Leben geändert“ hätte.

Von Elinor Wenke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg