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Schlägerei überschattet Luckenwalder Turmfest

20.000 Besucher Schlägerei überschattet Luckenwalder Turmfest

Rund 20.000 Gäste besuchten von Freitag bis Sonntag das 27. Luckenwalder Turmfest. An drei Bühnen in der Innenstadt wurde gefeiert. 28 Bands und 15 Schaustellgeschäfte waren dabei. Getrübt wurde die Feststimmung durch eine nächtliche Schlägerei, die mit zwei Schwerverletzten endete.

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Schlägerei beim Turmfest

Trubel und buntes Treiben in der Innenstadt.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. „Wussten Sie, dass das Luckenwalder Turmfest eins der bekanntesten und größten Volksfeste in Brandenburg ist?“, fragte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide zur Eröffnung der 27. Auflage am Freitagabend das Publikum. Die meisten wissen es, denn wieder kamen Tausende Besucher aus allen Himmelsrichtungen, um drei Tage lang an drei Bühnen in der Innenstadt eine Riesen-Party zu feiern. „Insgesamt wurden rund 12.000 Tickets verkauft, davon 3000 Wochenendtickets, so dass wir wie in den Vorjahren von 20.000 Besuchern ausgehen“, resümierte Andreas Schröder vom städtischen Kulturamt am Montag.

Die Frankenfelder Show-Garde auf dem Marktplatz

Die Frankenfelder Show-Garde auf dem Marktplatz.

Quelle: Elinor Wenke

Bei sommerlichen Temperaturen ging es gleich am Freitagabend mit Volldampf los. Nachdem die Frankenfelder Show-Garde mit ihrer magischen Inszenierung die ersten Besuchertrauben auf den Marktplatz gelockt hatte, gab es bei den „Party-Shakers“ und dem Abschiedskonzert der Band „Six“ kaum noch ein Durchkommen. Am Nuthepark hatten sich traditionell die Country-Freunde und Line-Dancer eingefunden, während auf der Bühne an der alten Feuerwehr gewohnt harte Klänge angeschlagen wurden, die besonders das junge Publikum anlockten.

„Metal Melitia“ auf der Bühne an der alten Feuerwehr

„Metal Melitia“ auf der Bühne an der alten Feuerwehr.

Quelle: Lorenz Reck

Die Nachmittage nutzten vor allem Familien für einen Besuch des Rummels und ältere Semester für einen Abstecher zu Schlager, Volksmusik und ein paar Gags. Das Publikum sang und schunkelte mit und applaudierte, als sich Klaus Röder vom Gesangsduo „Gitte und Klaus“ jenseits der Bühne gleich mal eine Tanzpartnerin aus dem Publikum angelte.

Zahlen und Fakten

Mehr als 600 Wochenend-Tickets wurden im Vorverkauf erworben.

An sechs Turmfestzugängen gab es Kassenhäuschen. Zeitweise bildeten sich Warteschlangen.

Zum dritten Mal wurde wegen Bauarbeiten statt des Boulevards der Nuthepark als Festgelände genutzt.

Von insgesamt 28 aufgetretenen Bands stammen 14 aus der Region.

15 Schausteller hatten ihre Fahrgeschäfte aufgebaut. Wegen des Pfingstfestes hatten sie einen Tag länger geöffnet.

Das 28. Luckenwalder Turmfest im Jahr 2018 findet wie gewohnt am ersten Juni-Wochenende statt. Dann wird nach der Sanierung wieder die Fußgängerzone als Festgelände zur Verfügung stehen.

Die Besucher kamen nicht nur aus der näheren Umgebung. Carmen und Jürgen Schmidt aus Bernsdorf in Sachsen hatten sich bereits zum fünften Mal mit ihren Luckenwalder Bekannten Marlies und Dieter Baatz zum Turmfest verabredet. „Die schöne Atmosphäre, die vielen Buden und Besucher, das sind wir bei uns gar nicht gewöhnt“, schwärmte Jürgen Schmidt.

Die Gruppe „Blechschaden TF“ unter Leitung von Volker Hiebsch

Die Gruppe „Blechschaden TF“ unter Leitung von Volker Hiebsch.

Quelle: Lorenz Reck

Das Abschlusskonzert mit der „Münchner Freiheit“ am Sonntagabend lockte dann Hunderte Besucher aller Altersstufen vom Kind bis zum Senior zur Bühne am Marktplatz. Zwei Stunden lang gaben die fünf Musiker der bayrischen Rock- und Pop-Band sowohl ihre Klassiker als auch neue Titel zum Besten. „Schwerelos“, „Tausendmal Du“ oder „Es gibt kein nächstes Mal“ schallte es über den Marktplatz. Sänger Tim Wilhelm animierte die Massen immer wieder zum Mitsingen, Mitklatschen und zu Lichtershows. Das begeisterte Publikum ließ die „Münchner Freiheit“ nicht ohne Zugabe von der Bühne und beim Abschieds-Song „Ohne Dich“ raunten die Besucher lautstark Text und Melodie mit.

Die „Münchner Freiheit“ auf der Bühne am Marktplatz

Die „Münchner Freiheit“ auf der Bühne am Marktplatz

Quelle: Elinor Wenke

Diesmal gab es mit dem Pfingstmontag noch zusätzlich Gelegenheit, sich zu erholen. Die Bands, Solisten und Formationen hatten Sendepause, aber etliche Familien nutzten die Möglichkeit, nach dem Pfingstgottesdienst das Fest noch an den Schaustellergeschäften ausklingen zu lassen.

Abendstimmung auf dem Rummel im Nuthepark

Abendstimmung auf dem Rummel im Nuthepark.

Quelle: Elinor Wenke

Andreas Schröder zeigte sich mit dem Fest sehr zufrieden. Auch die Händler hätten gute Umsätze gemacht. „Lediglich der Regen am Sonntag hat den Nachmittag ein wenig verhagelt. Aber am Abend war es so voll wie seit zehn Jahren nicht mehr“, sagte er. Die für Sonntag bereitgestellten 2500 Tagestickets waren alsbald vergriffen.

Schlägerei überschattet das Fest

Überschattet wurde die Feststimmung in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag in der Nähe der VR-Bank durch eine Schlägerei zwischen einheimischen und ausländischen Besuchern, die mit zwei Schwerverletzten endete. „Insgesamt war die Stimmung friedlich, aber so ein Vorfall ist natürlich tragisch“, sagte Schröder. „Wir werden die Situation mit Sicherheitskräften und der Polizei auswerten“, sagte er.

Von Elinor Wenke

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