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Teltow-Fläming Wenn ein Schlafwagen auf Reisen geht...
Lokales Teltow-Fläming Wenn ein Schlafwagen auf Reisen geht...
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16:52 18.02.2016
Die Fotoapparate der Schaulustigen klickten zwischen Altes Lager, Jänickendorf und Rehagen um die Wette. Dem Verladen mit Kränen galt das größte Interesse. Quelle: Uwe Klemens
Jänickendorf

Von wegen „Schlaf“-Wagen. Die drei Waggons des bisherigen Schlafwagenhotels in Altes Lager haben es geschafft, ein gutes

Aufladen in Altes Lager. Quelle: Uwe Klemens

Dutzend ausgewachsener Kerle um ihren Schlaf – und beinahe um den Verstand – zu bringen. 33 Stunden dauerte das kühne Unterfangen, ein komplettes Hotel mittels Schwertransportern, Kränen und einem schienentauglichen Unimog nach Rehagen umzusetzen. „Experiment geglückt!“, lautet das glückliche Fazit, dass Ex- und Neubesitzer am Mittwochnachmittag ziehen konnten. Das Schlafwagenhotel ist

Manövrieren durch Luckenwalde. Quelle: Uwe Klemens

wohlbehalten angekommen.

„Es ist zu merken: Hier waren echte Profis an der Arbeit“, sagt Ex-Hotelbetreiber Ulrich Theilemann aus Altes Lager. Kein einziges Schrämmchen im altehrwürdigen Lack der rot und grün gespritzten Wagen. Sowohl bei deren Verladen auf Schwerlaster, was einen halben Tag in Anspruch nahm, als auch beim nächtlichen Transport über

Umladen in Jänickendorf. Quelle: Uwe Klemens

40 knifflige Kilometer arbeiten die Teams der beauftragten Spezialfirmen konzentriert und präzise. Etwa 15 Mitarbeiter waren im Einsatz, um die bis zu 28 Meter langen und 55 Tonnen schweren Eisenbahnsuiten durch die engen Luckenwalder Straßen zu bugsieren. Damit die Lastwagen um Kurven und durch Kreisverkehre passten, wurde ganze Straßenschilderwälder zeitweilig abgebaut, Laternen verschwenkt und Behelfsrampen verlegt. Allein eineinhalb Stunden dauerte die Passage durch die Kreisstadt, viereinhalb Stunden die gesamte Tour.

Hintergrund

Das Schlafwagenhotel ist eine Idee der Jüterboger Susanne und Ulrich Theilemann und stand sechs Jahre in Altes Lager.

Manja und Christophe Boyer sind seit 2010 die Besitzer des Bahnhofs Rehagen und eröffneten dort im vergangenen Jahr ein Restaurant.

Noch im Frühjahr wollen der gebürtige Franzose und seine Berliner Ehefrau das Hotel eröffnen. Auch ein Standesamt im Bahnhof ist angedacht.

Dass die Präzision noch größer werden würde, erlebten die Zuschauer am Mittwochmorgen auf dem Jänickendorfer Bahnhofsgelände. Wie Tänzer einer Ballettaufführung hievten zwei, jeweils für 100 Tonnen ausgelegte Kräne die drei Waggongs gemeinsam durch die Luft, um sie aufs Gleis zu heben. Drei Stunden nach dem Aufstellen der Kräne schüttelten sich Ulrich Theilemann sowie Manja und Christophe Boyer als die neuen Betreiber die Hände. Ihr Vertrag war damit erfüllt.

Ankunft in Rehagen. Quelle: Uwe Klemens

Die Akteure der 20 Kilometer langen Schlussetappe waren die Mitglieder vom Rehagener Verein Bahnerlebnis Brandenburg. Zwei Stunden dauerte das Ziehen der Wagen per Unimog. Eisenbahnfans säumten dabei die Strecke. Die Ankunft wurde gefeiert.

Von Dienstagabend bis Mittwochnachmittag dauerte der Umzug des ehemaligen Schlafwagenhotels aus Altes Lager nach Rehagen. Die Zugwaggons kamen per Tieflader nach Jänickendorf und von dort auf der Schiene an ihren neuen Bestimmungsort. Hier die Reise in Bildern.

Von Uwe Klemens

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