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Teltow-Fläming Schlagabtausch ohne Boxhandschuhe
Lokales Teltow-Fläming Schlagabtausch ohne Boxhandschuhe
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18:27 07.03.2013
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WÜNSDORF

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Um die Unterschiede deutlicher aus den Kandidaten herauszukitzeln, fragten die Moderatoren Ariane Ullrich und Hagen Ludwig vom Verein Haus der Demokratie nach den Alleinstellungsmerkmalen der Kandidaten. „Wie links, wie sozialdemokratisch, wie grün, wie christdemokratisch und wie liberal werden Sie als Landrat sein?“

Kornelia Wehlan (Die Linke) hob die soziale Frage und den Erhalt der öffentlichen Güter hervor. Dazu zählte sie den öffentlichen Nahverkehr, Sport und Kultur. „Mit mir gibt es keine Streichorgie.“

Frank Gerhard (SPD) nannte das Streben nach Gerechtigkeit. Um dies zu erreichen, sei eine umfassende Haushaltssanierung die Voraussetzung. Ludwigsfelde habe 22,5 Millionen Euro Schulden gehabt, als er dorthin gekommen sei. „Heute geht es uns gut, ohne dass wir freiwillige Aufgaben streichen mussten.“

Gerhard Kalinka (Bündnis 90/Die Grünen) nannte Demokratie und Umweltschutz. Er strebe eine neue politische Kultur im Umgang miteinander an. „In mehr als 20 Jahren unter dem alten Landrat sind Freundschaften entstanden und damit Posten besetzt worden, was nicht unbedingt immer von Kompetenz geprägt gewesen ist.“

Danny Eichelbaum (CDU) will die Ideologie aus der Kommunalpolitik heraushalten. „Aber wenn eine Partei 23 Jahre lang den Landrat gestellt hat, ist es an der Zeit für einen Wechsel.“ Er sei übrigens der einzige Vertreter der Opposition. Alle anderen Bewerber gehörten zur Kooperation im Kreistag.

Klaus Rocher (FDP) will viele Entscheidungen vor Ort belassen und den Gemeinden mehr Geld überlassen, damit sie entscheiden, was damit passiert. „Wir bürokratisieren einfach zu viel.“

Im Sparen wollen sich alle Kandidaten gegenseitig überbieten, nur nicht bei den freiwilligen Aufgaben. Dagegen stehen der Flughafen Schönhagen und das Museumsdorf Glashütte bei allen zur Disposition.

Spannend wurde es bei der Frage nach dem gestörten Verhältnis zwischen dem Landkreis Teltow-Fläming und der Stadt Zossen, was sich oft auch im Zwist zwischen Ex-Landrat Peer Giesecke (SPD) und der anwesenden Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) personifizierte. Die Frage, wie das wieder ins Lot gebracht werden könne, richtete sich ausschließlich an den SPD-Kandidaten Frank Gerhard, der anscheinend als Favorit gilt.

Gerhard bezeichnete das Verhältnis zwischen Stadt und Landkreis als „nicht professionell“ und „ohne fachlichen Hintergrund“. Bürgermeisterin Schreiber habe die Kreishaushalte oft kritisiert, dies sei aus Kämmerersicht durchaus nachvollziehbar gewesen, meinte der Ludwigsfelder Bürgermeister. „Frau Schreiber hat damit den Kreis nicht torpediert“, betonte er. Es habe ihn auch geärgert, dass der Kreistag und insbesondere die SPD-Fraktion Schreibers Einwendungen damals „einfach so vom Tisch gefegt“ hätten. Es gehöre auch zur Aufgabe des neuen Landrats, das Verhältnis zur Stadt Zossen und zur Bürgermeisterin zu normalisieren. „Zossen ist ein wichtiger Bestandteil des Kreises. Ich hege keinen Groll gegen Frau Schreiber“, sagte Gerhard. Streit gehöre zur Demokratie. Er sei bereit, sich als Landrat mit jedem Bürgermeister auseinanderzusetzen („mit Frau Schreiber wird das wahrscheinlich etwas länger dauern“), doch es dürfe nie persönlich werden. (Von Hartmut F. Reck)

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