Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Schlechtes Jahr für die Karotte

Gemüseernte Schlechtes Jahr für die Karotte

Die Landkreise Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming gehören zu den größten Gemüseproduzenten Brandenburgs – und bekommen deshalb auch Ernterückgänge besonders drastisch zu spüren. Im vergangenen Jahr hat es den Möhrenanbau erwischt. Die Erträge gingen um 40 Prozent zurück. Aber auch Spargel und Gurke schwächelten.

Voriger Artikel
Diskussion um Wohnungsbau in Großbeeren
Nächster Artikel
Berufliches Gymnasium vorgestellt

Die Möhrenernte verlief im Landkreis Teltow-Fläming enttäuschend.

Quelle: MAZ

Dahmeland-Fläming. Das vergangene Jahr war für die Gemüseernte ein schwaches. Die Brandenburger Gemüsebauern haben so wenig gerodet, gepflückt und gestochen wie seit 1997 nicht mehr. Das teilt das statistische Landesamt mit. Das haben auch die Gemüsebauern in der Dahmeland-Fläming-Region gespürt. Hinter Potsdam-Mittelmark, das den Gemüseanbau dominiert, weisen Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming immerhin die größten Anbauflächen in Brandenburg aus.

In Teltow-Fläming ist vor allem die Karottenernte eingebrochen. Der Hektar-Ertrag hat sich gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert. Während 2014 auf den Karottenfeldern noch 6557 Tonnen Rüben gerodet wurden, waren es im vergangenen Jahr nur 3772 Tonnen. Die Anbaufläche blieb aber nahezu gleich. Die Ertragsquote lag damit deutlich unter dem ohnehin schwachen Landesschnitt. 325 Dezitonnen Karotten wurden je Hektar Land geerntet (Landesschnitt: 395 Dezitonnen je Hektar).

Helmut Dornbusch, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes und mit seiner Baruther Urstromtal Rinderhaltung GmbH auch größter Möhren-Produzent des Landkreises, erklärt das schlechte Ergebnis vor allem mit der Witterung. „Die extreme Trockenheit ist der Möhre nicht bekommen“, sagt er. Probleme machen den Bauern aber auch das zunehmende Verbot von Pflanzenschutzmitteln.

Nur leichte Rückgänge waren dagegen beim Spargel zu verzeichnen. Die Betriebe fuhren im vorigen Jahr 42 Dezitonnen je Hektar ein, 2014 waren es 44 Dezitonnen. Auch diese Erträge liegen deutlich unter dem Landesschnitt, was an den besseren Bedingungen in den Spargelgebieten in Potsdam-Mittelmark liegt.

Dahme-Spreewald baut vor allem auf die Gurke, und das weiterhin erfolgreich. Die Gurke ist landesweit das zweitwichtigste Gemüse hinter dem Spargel – und Dahme-Spreewald verzeichnet mehr als die Hälfte der Anbauflächen. Allerdings gehen auch bei den Gurken die Hektar-Erträge seit Jahren stetig zurück. Im vergangenen Jahr sanken sie erstmals unter die 700 Dezitonnen-Marke. 671 Dezitonnen wurden im vorigen Jahr in Dahme-Spreewald pro Hektar gepflückt, ein Jahr zuvor waren es noch 720 Dezitonnen je Hektar. Insgesamt ernteten die Bauern im Landkreis 21 940 Tonnen Einlegegurken. Die Anbaufläche betrug 326 Hektar. Im Jahr 2009 waren es noch 468 Hektar.

Von Oliver Fischer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg