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Schmuggel mit Hundewelpen verhindert

Neues Zuhause im Tierheim Zossen Schmuggel mit Hundewelpen verhindert

Immer wieder stoßen Polizei und Zoll auf Fahrzeuge, voll beladen mit Welpen, vor allem in den deutschen Grenzregionen. Meistens ist es dem Zufall zu verdanken, dass der Schmuggel auffliegt – so auch in diesem aktuellen Fall auf der A10. Was viele Menschen nicht wissen: der Kauf eines illegalen Hundes ist strafbar.

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Zossen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag stoppten Zollbeamte auf der A10 Südlicher Berliner Ring einen Kleintransporter aus Litauen. Bei der Kontrolle entdeckten sie im Fahrzeug vier winzige Hundewelpen.

Der Fahrer hatte die kleinen Hunde illegal ins Land gebracht. Die Tiere waren weder gegen Tollwut geimpft noch gechippt. Der zuständige Amtstierarzt beschlagnahmte die etwa 11 Wochen alten Mischlingswelpen und verhinderte so, dass sie nach Osnabrück gebracht werden konnten.

Noch in der Nacht wurde eine Mitarbeiterin des Vereins „aktion tier“ verständigt. Sie holte die Kleinen ab und brachte sie ins Tierheim nach Zossen.

Illegaler Hundeverkauf ein einträgliches Geschäft

Illegale Hundetransporte von einem osteuropäischen Land nach Deutschland sind beileibe kein Einzelfall sondern gängige Praxis, wie der Verein erklärte: “Mit dem Welpenhandel ist einfach unglaublich viel Geld zu verdienen und die Gefahr, wie in diesem Fall in eine Kontrolle zu geraten, ist äußerst gering“.

Täglich würden Schmuggler ihre „Ware Tier“ nach Deutschland bringen.

Gesetzliche Bestimmungen werden missachtet

Hunde und Katzen müssen für die legale Einfuhr aus einem EU-Mitgliedsstaat nach Deutschland gechippt und gegen Tollwut geimpft sein. Zudem muss ein gültiger EU- Heimtierpass aus dem Herkunftsland vorliegen.

Allgemeines Verbot für bestimmte Rassen

Hundewelpen unter 15 Wochen sowie diverse Hunderassen inklusive derer Kreuzungen wie etwa American Staffordshire-Terrier, Bullterrier oder Pitbull dürfen gar nicht nach Deutschland verbracht werden.

Käufer machen sich strafbar

Oft wissen die Käufer, die Hundewelpen via Internet aus dem europäischen Ausland bestellen, gar nicht, dass sie sich durch den Erwerb eines illegal eingeführten, kranken oder zu jungen Hundes selbst strafbar machen.

Warnung des Deutschen Tierschutzbunds

“Süße Hundewelpen günstig abzugeben“: Hinter solchen Anzeigen steckt nach Angaben des Tierschutzbundes oft eine Hunde-Mafia. Der Handel mit illegal importieren Welpen sei ein großes Problem.“Die Welpen werden viel zu schnell von ihrer Mutter getrennt. Sie sind meist nicht geimpft, stark geschwächt durch die lange Reise und haben keine oder gefälschte Papiere“, sagt Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. In Deutschland würden skrupellose Händler die Hunde über Internet oder Zeitungs-Kleinanzeigen weiterverkaufen. “Wenn „süße Welpen aller Rassen“ angepriesen werden, sollten die Alarmglocken klingeln“, mahnte Schröder.

Wer ein Haustier haben möchte, sollte daher besser nicht über ein Inserat im Internet kaufen. Beim Anzeigenmarkt habe der Käufer keinerlei Kontrollmöglichkeiten, sagt Ursula Bauer von der Tierschutzorganisation Aktion Tier. So bleibt beispielsweise die Identität des Anbieters oft anonym. Wer etwa einen Hundewelpen aus dem Ausland bestelle, müsse sich eigentlich vom “Importeur“ die Einfuhrgenehmigung zeigen lassen, sagt Bauer. “Zusätzlich braucht der Welpe einen gültigen EU-Heimtierpass, die vorgeschriebenen Impfungen, und er darf nicht jünger als drei Monate sein.“

Von MAZonline

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