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Teltow-Fläming Schneller fertig und günstiger als geplant
Lokales Teltow-Fläming Schneller fertig und günstiger als geplant
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00:28 04.08.2015
Feierliche Eröffnung: Corinna Schultz und Ingrid Grünheid vom Ingenieurbüro Plafond, Wobab-Chefin Kathrin Wohlauf-Albrecht und Bürgermeister Ortwin Baier (v.l.) Quelle: Zielke
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Blankenfelde

Ihr Gesellenstück hat Kathrin Wohlauf-Albrecht geschafft. Am Freitag übergab die Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft Wobab das neue Seniorenwohnhaus in Blankenfelde an die Mieter.

Freude und Erleichterung waren der 46-Jährigen anzumerken. Das Haus ist nicht nur zwei Monate früher fertig geworden als geplant, es war auch noch zehn Prozent günstiger als die ursprünglichen 4,8 Millionen Euro. „Man kann es nicht verbessern, nur nachahmen“, sagte Kathrin Wohlauf-Albrecht selbstbewusst. Besonders stolz sei sie, dass die Kaltmiete mit 8,50 Euro pro Quadratmeter unter dem liegt, was für Neubauten in Blankenfelde üblich ist. Der Spagat zwischen hohem Wohnstandard und Sozialverträglichkeit sei nicht leicht gewesen, sagt sie. Vor allem die Auflagen an den Schallschutz – das Gebäude liegt direkt unter der seit Mai eröffneten BER-Südbahn – bereiteten den Planern Kopfzerbrechen. „Wir sind an die Grenzen dessen gegangen, was technisch möglich ist“, sagt Corinna Schultz vom Ingenieurbüro Plafond. Fenster, Wände und Belüftung sind so gebaut, dass die Grenzwerte von 55 Dezibel im Innern nicht überschritten werden. „Das haben wir von einem unabhängigen Akustiker bestätigen lassen“, sagt Plafond-Geschäftsführerin Ingrid Grünheid.
Für Bürgermeister Ortwin Baier (parteilos) ist mit der gestrigen Eröffnung ein wichtiges Ensemble in Blankenfelde so gut wie vollendet. Mit dem Seniorenheim Haus Christo, und dem Ärztehaus habe man der Karl-Liebknecht-Straße ideale Bedingungen geschaffen. Die von der Gemeinde im vorigen Jahr fertiggestellte Märkische Promenade mit ihren Grünflächen und Bewegungsmöglichkeiten biete viel Abwechslung. Im kommenden Jahr soll das letzte Stück des Grünzugs zwischen Birkenweg und An den vier Ruten fertiggestellt werden.

Von den 26 Wohnungen, von denen die meisten senioren- und ein Teil sogar behindertengerecht sind, ist nicht eine einzige noch zu haben. Gisela Nickel war die zweite auf der Interessentenliste. Seit sie im Mai erfuhr, dass sie eine der begehrten Wohnungen bekommt, freut sie sich auf den Umzug. „Ich habe immer geschaut, was die Bauarbeiten machen“, sagt sie. Der 77-Jährigen war ihr Haus in der Gagfah-Siedlung seit dem Tod ihres Mannes vor vier Jahren zu viel geworden. „Ich wollte aber auch nicht weg aus Blankenfelde“, sagt sie. Aus dem Fenster ihrer neuen Zwei-Zimmer-Wohnung habe sie einen Blick auf die Siedlung, in der sie seit 50 Jahren lebt.

Fast alle der neuen Bewohner, sagt Wobab-Chefin Kathrin Wohlauf-Albrecht, stammen aus Blankenfelde oder haben Angehörige in der Gemeinde.

Von Christian Zielke

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